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Milchmarkt

Milchproduktion: USA senken Prognose

am Dienstag, 23.07.2019 - 05:00

2019 wird die Weltmilcherzeugung weiter zunehmen. Der Anstieg ist laut USDA aber deutlich geringer als noch vor sechs Monaten erwartet wurde.

Kühe auf der Weide

Treffen die Prognosen des US-Agrarministeriums (USDA) zu, wird sich die Lage am Weltmilchmarkt dieses Jahr weiter entspannen. Das könnte zu festeren Preisen führen, wenn der Verbrauch an Milchprodukten steigt. Zumindest für Käse und Butter erwarten die US-Experten ein weiteres Wachstum in diesem Jahr.

Das USDA sieht die Weltmilcherzeugung bei 512,9 Mio. t. Das sind gut 300.000 t weniger als 2018. Besonders in den wichtigen Exportländern wie USA, Argentinien oder Australien werden die Farmer weniger Milch erzeugen als noch Ende 2018 erwartet, heißt es. Mit 296,7 Mio. t liegt die Produktion in den Exportländern rund 1 Prozent unter der Prognose im Dezember 2018. Im Vergleich zu Vorjahr wären es aber 1,3 Mio. t mehr.   

Trockenheit bereitet Schwierigkeiten in Argentinien und Australien

Besonders stark hat das USDA die Erzeugung in Argentinien und Australien nach unten korrigiert. Das südamerikanische Land wird dieses Jahr nur 10,8 Mio. t Milch erzeugen. Erwartet wurden vor einem halben Jahr aber 11,4 Mio. t. Damit wird Argentinien soviel Milch wie 2018 erzeugen. 

Noch schlechter sehen die Prognosen für Australien aus. Die US-Analysten haben ihre Erwartungen aufgrund der Trockenheit um acht Prozent auf 8,6 Mio. t zurückgenommen. Das wäre somit sogar weniger als 2018. 

Nur in Neuseeland dürften die Farmer voraussichtlich mit 22,3 Mio. t etwas 1,4 Prozent mehr melken. Dagegen werden die Milchbauern in den USA in etwa das Vorjahresniveau erreichen.

Für die EU sagt das USDA indes eine höhere Produktion von 156 Mio. t vorher. Das sind zwar etwas weniger als vor einem halben Jahr vorhergesagt, aber die Erzeugung in 2018 würde damit um 1,4 Mio. t oder knapp 1 Prozent übertroffen.