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Milchmarkt

USA: Weniger Geld für Milcherzeuger

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Josef Koch, agrarheute
am
24.07.2018

Die Milchfarmer in den USA werden im laufenden Jahr wahrscheinlich einen neuen Produktionsrekord aufstellen, müssen sich allerdings auf sinkende Milchpreise einstellen.

Nach vorläufigen Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) belief sich die US-Milcherzeugung von Januar bis Juni 2018 auf 49,97 Mio t. Das waren 567.000 t oder 1,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut aktueller USDA-Prognose soll die Rohstoffmenge auch bezogen auf das Gesamtjahr um 1,1 Prozent wachsen, und zwar auf 98,79 Mio t. Damit würde das Niveau von 2017 um gut 1 Mio t übertroffen.

Grund des Anstiegs ist die höhere Milchleistung der Kühe, die im Schnitt um 1 Prozent auf 10.510 kg zulegen soll. Der Milchkuhbestand dürfte dagegen mit etwas mehr als 9,4 Mio. Tieren im Jahresmittel nur um 0,1 Prozent wachsen.

Inlandsverbrauch sinkt

Der heimische Verbrauch von Milchprodukten verlief den Washingtoner Analysten zufolge zu Jahresbeginn recht flott, ließ dann aber spürbar nach. Von März bis Mai lag die Inlandsverwendung auf Basis von Milchfett um 1,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums, auf Basis von fettfreien Milchfeststoffen sogar um 2,5 Prozent.

Der schwächere Inlandsverbrauch hat zu einem spürbaren Anstieg der Lagerbestände, vor allem bei den Milchfettprodukten, geführt und die Preise für mehrere Milcherzeugnisse unter das Vorjahresniveau gedrückt. Allerdings habe dies die Wettbewerbsfähigkeit im Export verbessert, erläuterte das Ministerium.

Chinas Strafzölle werden Exporte belasten

Die Ausfuhr von Milchprodukten hat laut USDA-Daten gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 auf Milchfettbasis um etwa 17 Prozent und auf Basis von fettfreien Milchfeststoffen um 21 Prozent zugelegt.

Die Einführung eines Strafzolles von 25 Prozent in China auf US-Milchprodukte dürfte jedoch den dortigen Absatz schmälern. Das wird vor allem Molkenpulverprodukte betreffen, da zuletzt fast die Hälfte dieser US-Exporte in die Volksrepublik gingen. Bei Käse lag der Anteil bei knapp 5 Prozent und bei Magermilchpulver bei gut 4 Prozent.

Fast neun Prozent niedrigerer Milchpreis

Die Washingtoner Analysten rechnen für 2018 für alle wichtigen Standardmilchprodukte im Jahresmittel mit niedrigeren Preisen als 2017. Dabei wird für Molkenpulver mit 35 Prozent der stärkste Abschlag erwartet.

Für den Milcherzeugerpreis 2018 prognostiziert das USDA eine Spanne zwischen 15,95 US-Cent/lb (30,0 Cent/kg) und 16,25 US-Cent/lb (30,6 Cent/kg). Das wären im Spannenmittel 8,8 Prozent weniger als 2017.

Mit Material von AgE

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