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Marktaussichten

Weniger Milch in 2019 erwartet

LV Milch NRW 2019
am
08.01.2019

Für 2019 erwartet die Landesvereinigung Milch NRW ein kleineres Milchaufkommen in Deutschland.

Allerdings ist der Milchmarkt global, sagte Hans Stöcker, der rheinische Vorsitzende der Landesvereinigung. Der Anstieg des Welthandels von Milch und Milchprodukten um 2,5 %, steigende Milcherzeugung und niedrige Preise wirkten auch auf Nordrhein-Westfalen, stellte Stöcker heute auf der Jahrespressekonferenz der Organisation in Krefeld fest.

Der westfälische Vorsitzende der LV Milch NRW, Wilhelm Brüggemeier, unterstrich: "Auch wenn landläufig die Meinung besteht, dass ein umfallender Sack Reis in China nichts ausmacht, stimmt dies beim globalen Milchmarkt nicht". Gerade deshalb sei es wichtig, für Krisensituationen gewappnet zu sein und eine Sektorstrategie zu etablieren.

Milchfett hat den Markt stabilisiert

Rückblickend auf das Jahr 2018 stellte Dr. Rudolf Schmidt, Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW, fest, dass der Fettmarkt, und nicht wie in der Vergangenheit der Eiweißmarkt, den Milchmarkt getragen habe. Die Euphorie sei jedoch nach Preissenkungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gedämpft.

Auf der Eiweißseite hätten sich die großen Interventionsbestände an Milchpulver negativ auf die Preisentwicklung ausgewirkt, auch wenn sich diese durch Abverkäufe von etwa einem Drittel des Bestands zum Jahresende hin immer mehr entspanne. Spätestens seit Mitte des Jahres sei die Dürre in der Branche das Thema. Effekte seien allerdings statistisch bislang überschaubar und stünden eher noch aus, so Schmidt. Auch wenn ein Angebot leicht unter Vorjahr den Marktdruck sicherlich etwas mindere, stünden Teuerungen bei den Futtermitteln an, die positive Markteffekte auffressen würden.

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