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Milchmarkt

Weniger Milch, hohe Preise am Spotmarkt

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am Freitag, 24.08.2018 - 13:09 (Jetzt kommentieren)

Im August haben sich sie Preise für alle wichtigen Milchprodukte am deutschen und europäischen Milchmarkt stabilisiert.

Im Monat zuvor waren die Notierungen für Butter und auch für Milchpulver noch gefallen. Die Käsepreise hatten sich allerdings schon im Juli verbessert und zeigen sich auch im August fest.

Mit der aktuellen Stabilisierung der Produktpreise dürfte es keinen Grund für Korrekturen am Milchpreis nach unten geben.

Eher ist das Gegenteil der Fall: Trotz der rückläufigen Produktpreise im Monat Juli war die finanzielle Verwertung der Milch in Deutschland im Juli erheblich besser als der ausgezahlte Milchpreis. Da gilt auch für den August. 

Spotmilch knapp unter 40 Cent

Milchpreis

Ab August werden die Milchpreise in Deutschland von der hitzebegingt rückläufigen Milchanlieferung gestützt. Die deutsche Milchmenge lag Anfang August immerhin 1,8 % unter der Vorjahreslinie. Dabei war der Rückgang der Anlieferung wegen Dürre und Futtermangels im Osten udn Norden deutlich ausgeprägter als im Westen und Süden.

Die Preise für die zwischen den Molkereien gehandelte Spotmilch waren wegen der Angebotsverknappung je nach Region auf 38,0 Cent je kg bis 39,50 Cent gestiegen. Damit handelte die deutschen Molkereien Spotmilch deutlich über dem letzten für Deutschland gemeldeten konventionellen Auszahlungspreis von 32,04 Cent (Juni), für Milch mit natürlichem Fettgehalt.

Aus der finanziellen Verwertung der Milch über die Produkte errechnete sich im Juli für Deutschland ein theoretischer Milchpreis (Indikator) von 37,20 Cent. Im Juni lag dieser sogar bei 38,8 Cent.

Der aus den Terminmarktkursen von Butter und Magermilch ermittelte Börsenmilchwert, ergibt für den August einen "Milchpreis" von 36,7 Cent und für September von 35,0 Cent. Grund für diesen Rückgang sind die derzeit ab September wieder nach unten gehenden Terminmarktpreise für Butter.

Butterpreise im Herbst schwächer?

Butter

Im August haben sich Butterpreise im europäischen Großhandel stabilisiert. In der dritten Augustwoche meldet die Kommission Kurse von 558 Euro/t. Das waren ähnlich hohe Notierungen wie zum Monatsbeginn.

Aus dem deutschen Großhandel wurden Ende August Butterpreise von 565 Euro je 100 kg gemeldet. In den Niederlanden wurde Butter mit 555 Euro je 100 kg notiert.

Am europäischen Terminmarkt (EEX) handelte man Butter für den Augusttermin mit 5.700 Euro je t. Für die darauffolgenden Monate September und Oktober wurden nur noch 5.275 Euro je t notiert.

Damit liegen die Erwartungen für die kommenden Monate unter dem derzeitigen Niveau des Kassamarktes.

Magermilchpulver legt etwas zu

Magermilchpulver

Die europäischen Preise für Magermilchpulver (MMP) haben im August leicht zugelegt. In der dritten Augustwoche meldet die Kommission MMP-Preise von 155 Euro je 100 kg. Das waren 7 Euro mehr als zum Monatsbeginn.

Aus Deutschland wurden sogar MMP-Preise von 161 Euro je 100 kg gemeldet. In den Niederlanden wurde MMP mit 155 Euro notiert.

Am europäischen Terminmarkt handelte man MMP für den Augusttermin mit 1.650 Euro je t. Für den Monat September lagen die Kontraktpreise bei 1.625 Euro je t und für den Oktober bei 1.668 Euro.

Damit bewegen sich die Preiserwartungen für die kommenden Monate über den derzeitigen Kassapreisen.

Käsepreise leicht im Plus

Käse

Die Preise für Käse (Edamer) haben im Großhandel Anfang August leicht zugelegt und bewegen sich seitdem seitwärts. In der dritten Augustwoche notierte man Edamer im europäischen Mittel mit 308 Euro je 100 kg. Im Juli lagen die Preise zwischen 300 und 305 Euro je 100 kg und damit etwas niedriger.

Die Preise für Vollmilchpulver haben sich im August fast nicht verändert. Mit zuletzt 282 Euro je 100 kg waren die Kurse etwa so hoch wie zum Monatsbeginn und geringfügig höher als im Juli.

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