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Analyse

Phosphor-Dünger noch billiger

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© agrar-press
von , am
25.08.2017

Am Weltmarkt sind die Preise für Phosphor-Dünger im Juli und im August weiter zurückgegangen. Für die Monate September und Oktober sieht es derzeit ebenfalls nach leicht schwächeren Weltmarkpreisen aus.

Zwischenzeitlich waren die DAP-Preise am Weltmarkt (vor allem in China) im August etwas gestiegen, nachdem Vietnam die Einführung von Antidumping-Zöllen beim Import von chinesischen Phosphordünger angekündigt hatte. Trotz dieses zwischenzeitlichen Anstiegs zeigt die Preistendenz an den Spotmärkten Ende August jedoch schon wieder nach unten.

An den deutschen Importhäfen haben die Preise für Phosphor-Dünger im Juli weiter nachgegeben. Auch im August ging es mit den Importpreisen für Diammonium-Phosphat (DAP) weiter nach unten. Ähnlich niedrige Spotmarkpreise für Phosphor-Dünger gab es in Deutschland zuletzt Ende 2016 - also vor etwa 9 Monaten.

Neben den rückläufigen internationalen Phosphordüngerpreisen, sorgt auch der sehr feste Euro weiterhin für Druck auf die Importpreise von Mineraldünger.

DAP-Preise in Deutschland weiter gefallen

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© Olaf Zinke

Ende August wurde Diammonium-Phosphat (DAP) an den deutschen Spotmärkten (Import-Häfen) für 348 Euro verladen. Im Vergleich zum Vormonat (Ende Juli) ist dies ein weitere Preisrückgang von 12 Euro. Ende Juli hatten die DAP-Preise noch bei 360 gelegen und Anfang Juni wurde der wichtigste Phosphordünger (DAP) an den deutschen Importhäfen noch für 385 Euro je t verladen.

Auch in den Wochen zuvor waren die Preise kontinuierlich zurückgegangen. So wurden Anfang Mai noch Preise von 390 Euro notiert und im April bewegten sich Notierungen sogar noch oberhalb von 400 Euro. Zur letzten Preisspitze im März musste man beim Einkauf von DAP an den Spotmärkten noch 410 Euro ausgeben und damit  60 Euro mehr als jetzt.

Ähnlich niedrige Preise wie jetzt gab es in Deutschland zuletzt Ende 2016 also vor 9 Monaten. Im August vor einem Jahr (2016) waren die Spotmarkpreise für Diammonium-Phosphat (DAP) in Deutschland mit 335 Euro je  t sogar noch  knapp 15 Euro niedriger als jetzt.

Vor dem Hintergrund weiter leicht nach unten gerichteten Preisbewegung am Weltmarkt, dürften sich die Preise in Europa und Deutschland im September und Oktober auf dem ermäßigten Niveau von August seitwärts bewegen oder nochmals etwas nachgeben.

Weltmarkpreise sind weiter gefallen

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© Olaf Zinke

An den nordamerikanischen Verladehäfen haben die  Exportpreise für Phosphordünger  (DAP) im Juli nochmals um rund 7 USD nachgegeben und lagen im Monatsmittel etwa bei 343 USD/t. Im Juni betrug der Preisabschlag ebenfalls 7 USD auf 350 USD je t und im Mai waren die Preise um 9 USD zurückgegangen.

Außerdem bewegten sich die Weltmarkpreise für Phosphordünger (DAP) im Juli mit 343 USD  weiterhin dicht an der sehr niedrigen Vorjahreslinie (341 USD).Die Preisvorstellungen für die Verladung im August lagen am US-Golf zuletzt bei etwa 338 USD und damit nochmals 5 USD niedriger als im Juli. Für die Monate September bis Dezember bewegen sich die Angebotspreise zwischen 338 USD (September) und 328 USD (Dezember) und sind damit weiter nach unten gerichteten.

Schwächere Exportpreise - außer in China

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© Olaf Zinke

Auch an anderen wichtigen Handelsplätzen haben die Preise für Phosphordünger im Juli ebenfalls nachgegeben und zeigten im August weiter nach unten.

Die brasilianischen Importpreise (einschließlich Fracht) für Phosphordünger bewegten sich Ende August zwischen 341 und 346 USD und waren damit 19 bis 23 USD niedriger als im Juli mit 360 und 364 USD.

Von den Exporthäfen Marokkos meldete man Ende August DAP-Preise (fob) von 344 bis 355 USD und damit ein 10 USD niedrigeres Niveau als im Juli mit 364 bis 365 USD.

Mitte August hatte Vietnam die Einführung von Antidumping-Zöllen beim Import von chinesischem Phosphordünger angekündigt. Daraufhin waren die Spotmarktpreise (vor allem in China) zeitweise um rund 10 USD je t gestiegen. Zuletzt wurden aus China fob-Preise von 345 bis 350 USD gemeldet.

In Indien bewegten sich die Importpreise (einschließlich Fracht) zwischen 350 und 354 USD und damit ebenfalls etwas niedriger als im Juli mit 350 bis 360 USD je t.

An den russischen Schwarzmeerhäfen lagen die Spotmarkpreise für DAP-Dünger zuletzt nur noch bei 334 USD je t (fob) und damit ebenfalls niedriger als in den Vormonaten.

 

Weitere ausführliche Informationen zum Düngermarkt udn den Düngerpreisen finden sie im agrarmanager:

Kalidüner: https://www.agrarheute.com/agrarmanager/analysen-kommentare/kaliduenger-teurer

Stickstoffdünger: https://www.agrarheute.com/agrarmanager/analysen-kommentare/phosphor-duenger-noch-billiger-0

 

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