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Kalidünger

Preise für Kalidünger etwas niedriger

lpx Kaliumdünger k+s
am Mittwoch, 08.11.2017 - 15:00

In Deutschland sind die Preise für Kalidünger Ende Oktober leicht zurückgegangen und bewegen sich Anfang November seitwärts. In der ersten Oktoberhälfte waren die Kalipreise zunächst gestiegen.

Am Weltmarkt sind die Preise im Oktober ebenfalls gestiegen und auch Anfang November melden Händler eine feste Preistendenz.

Ursache für die festen Preise sind die größeren Einfuhrmengen bei allen großen Importeuren (China, Indien, Brasilen). Allerdings haben die großen Hersteller ihre Produktionskapazitäten ebenfalls ausgeweitet und kündigen für das nächste Jahr (2018) weitere Produktionszuwächse an.

Damit dürfte das Preispotential nach oben relativ begrenzt bleiben, auch wenn die Produktionskosten (Energiepreise) derzeit steigen und ebenfalls für feste Preise sorgen.

Für die Europäer verteuert zudem der deutlich schwächere Euro die Importe sämtlicher am Weltmarkt in USD gehandelten Mineraldünger.

Kalipreise in Deutschland zurückgegangen

Kali Deutschland

Die Spotmarkpreise für Kornkali lagen den deutschen Häfen Anfang November bei 228 Euro je t. Vor vier Wochen wurde Kornkali für 232 Euro angeboten und damit 4 Euro teurer.

Anfang August lagen die Preise  bei 229 Euro und damit auf einem ähnlichen Niveau. Im Mai hatte Kalidünger an den deutschen Spotmärkten zeitweise schon einmal knapp 240 Euro gekostet und damit rund 10 Euro mehr als jetzt.

Im Vergleich zum vorigen Jahr (225 Euro) sind die deutschen Spotmarktpreise derzeit etwa 3 Euro höher. Vor zwei Jahren waren die Kalipreise hierzulande mit 256 Euro hingegen 28 Euro höher als jetzt.

Höhere Import-Preise in Südamerika und Asien

Beim TOP-Importeur Brasilien lagen die Importpreise (einschließlich Fracht) für granulierten Kalidünger Anfang November bei 280 USD je t (238 Euro) und damit 7 Euro höher als im Vormonat mit 273 USD je t.

Die Preisspanne der Lieferungen bewegte sich zuletzt zwischen 277 USD und 282 USD.  Außerdem müssen die brasilianischen Importeure rund 45 USD mehr ausgeben als vor Jahresfrist (234 USD).

Aus Südostasien wurden für Standardqualitäten (nicht granuliert) Anfang November durchschnittliche Importpreise (c&f) von 255 USD je t (220 Euro) gemeldet, nach 249 USD im Monat zuvor.

Die Preisspanne der Lieferungen bewegte sich zuletzt relativ weit zwischen 247 USD und 262 USD.  Im Vergleich zum vorigen Jahr (244 USD) sind die asiatischen Importpreise derzeit 11 USD höher.

Kanadische Exportpreise ebenfalls gestiegen

Kalipreise Welt

Die Exportpreise an den kanadischen und nordamerikanischen Exporthäfen (fob Vancouver) lagen nach den (monatlichen) Erhebungen der Weltbank im Oktober für Standardware bei 222 USD je t (191 Euro). Das 6 USD höhere Preise als im Vormonat (216 USD).

Gleichzeitig bewegten sich die Preise jedoch auf einem ähnlichen Niveau wie schon in den 15 Monaten zuvor (etwa zwischen 214 USD und 222 USD).

Im Vergleich zum vorigen Jahr (216 Euro) waren die aktuellen Exportpreise an den nordamerikanischen Häfen rund 6 USD niedriger.