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Milchpreis

Rekordhöhe: Erneuter Preisanstieg bei Butter

Butter in Butterpapier
Immo Cornelius/agrarheute
am
10.07.2017

Erneuter Preisanstieg bei Butter: Aldi hebt Preise für Butter im untersten Preissegment um rund 20 % auf neue Rekordhöhe.

Butter wird schon wieder kräftig teurer. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, haben die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd den Preis für Deutsche Markenbutter in der untersten Preislage Anfang des Monats um 30 Cent auf 1,79 Euro je 250-Gramm-Stück angehoben. Das bestätigten Sprecherinnen beider Unternehmen.

Damit hat sich Butter in der untersten Preislage bei Aldi um gut 20 Prozent auf eine neue Rekordhöhe verteuert.

Rege Nachfrage nach Milchprodukten

Schon Anfang Mai und Anfang Juni waren bereits Preissprünge bei Billigbutter zu beobachten. An den Aldi-Preisen orientieren sich üblicherweise auch die Supermarkt-Riesen. "Die 1,79 Euro werden wir über kurz oder lang im gesamten Preiseinstiegssegment sehen", sagte AMI-Milchmarktexperte Andreas Gorn der Deutschen Presse-Agentur. Vor einem Jahr hätten die Verbraucher noch von einem historischen Tiefpreis profitiert, Butter sei regelrecht verramscht worden. Gorn geht davon, dass je nach Dauer der Lieferverträge auch Butter in den oberen Preislagen teurer wird.

Mahnende Stimmen zum rasanten Anstieg des Butterpreises

Angesichts des Rekordpreises gibt es bereits mahnende Stimmen. «Das ist schon ein ungesunder Anstieg», sagte Frank Maurer, Sprecher der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen, der dpa am Sonntag. Bei den Verbrauchern sei schon eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Im ersten Halbjahr 2017 sei Butter um rund 40 Prozent teurer geworden. Gleichzeitig sei die Nachfrage der Verbraucher um mehr als 7 Prozent zurückgegangen

Gründe für den Anstieg des Butterpreises

Für die Rekordhöhe sieht Gorn mehrere Gründe: Eine niedrigere Milcherzeugung - die Käseproduktion nehme eine Menge Fett auf -, und auch das Verbraucherverhalten habe sich geändert. «Genuss steht wieder im Vordergrund.» Die Entwicklung gehe hin zu fettreicheren Molkereiprodukten. Ähnlich sieht das Verbandssprecher Maurer: Die Light-Welle ebbe ab, es gehe wieder mehr um den Geschmack. Zudem setze die weiterverarbeitende Industrie auf hochwertige Zutaten.

Mit Material von dpa

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