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Börsentelegramm

Steigende Getreidepreise wegen langsamer US-Aussaat

Weizen Börse
am Donnerstag, 26.04.2018 - 15:27 (Jetzt kommentieren)

Am Mittwoch sind die Preise für Raps, Weizen und Mais am europäischen Terminmarkt gestiegen. Am Donnerstag korrigieren Raps und Mais wieder etwa nach unten.

Die Weizenpreise steigen zunächst weiter. Ursache für den Preisanstieg am Mittwoch war die kleine Rallye in den USA nach Bekanntwerden der langsamen Aussaat von Sommerweizen und Mais.

Gestützt wurden die Preise außerdem durch den nachgebenden Euro. Dieser ging am Mittwoch nochmals um 0,5 % auf 1,2293 USD zurück und damit auf den niedrigsten Stand seit 4 Monaten.

Am heutigen Donnerstag gehen die Europreise im laufenden Handel um 0,1 % auf 1,2185 USD zurück.

Sehr langsame Aussaaat in den USA

In den USA hat sich das Crop-Monitoring beim Winterweizen trotz der jüngsten Niederschläge und entgegen der Erwartungen nicht wirklich verbessert.

Das USDA stufte lediglich 31 % der Weizenpflanzen in die beiden besten Kategorien gut und sehr gut ein und damit eben so wenig wie in der vorigen Woche jedoch 23 Prozentpunkte weniger als im vorigen Jahr. In dem mit Abstand wichtigsten Anbaustaat Kansas kamen lediglich noch 12 % der Weizenpflanzen in die beiden besten Kategorien. 

Die Aussaat des Sommerweizens liegt witterungsbedingt (Kälte, Schnee, Regen) mit 3 % der erwarteten Aussaatfläche extrem niedrig und hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht erhöht. Im langjährigen Mittel sind zu diesem Termin schon 25 % der Sommerweizenflächen bestellt und im vorigen Jahr waren es 21 %.

Ebenfalls sehr langsam läuft witterungsbedingt die Maisaussaat in den USA an.  Ende der vorigen Woche waren erst 5 % der Flächen bestellt, im Vergleich zu 14 % im langjährigen Mittel und 15 % im vorigen Jahr. In den beiden wichtigsten Anbaustaaten Illinois und Iowa hatte die Aussaat noch nicht einmal begonnen bzw. lag bei 4 %.

US-Preise ziehen kräftig an

CBOT weizen

In den USA haben sind Preise für die wichtigsten Kulturen am Mittwoch gestiegen. Die Weizenpreise haben den Handel am Mittwoch in Chicago mit einem kräftigen Plus von 2,9 % beendet. Der proteinreiche Kansas-Weizen legte ebenfalls um 2,9 % zu. Der Sommer-Weizen in Minneapolis legte 0,8 % zu.

Die US-Maispreise beendeten den Handel am Mittwoch 1,4 % höher. Die Preise für Sojabohnen legten um 0,5 % zu. Für Sojaschrot sind die Kurse deutlich um 1,1 % gestiegen, während die Notierungen für Sojaöl um 0,7 % zurückgingen.

Am Donnerstag beginnt der Handel in Chicago für Weizen und Mais etwas schwächer. Der Sojakomplex startet im grünen Bereich. Dagegen geben die Preise für Canola in Kanada ebenfalls nach.

Die Rohölpreise (WTI) sind am Mittwoch von 67,70 USD je Barrel auf 68,05 USD gestiegen. Am heutigen Donnerstag legen die Rohölpreise im laufenden Handel weiter auf 68,62 USD zu.

MATIF-Weizen folgt US-Weizen nach oben

Matif weizen

Die europäischen Weizenpreise sind Mittwoch gestiegen. Ursache für den Preisanstieg waren die steigenden Weizenpreise in den USA. Der deutlich abgewertet Euro dürfte den Preise ebenfalls nach oben helfen.

Der vordere Maikontrakt beendete den Handel am Mittwoch bei 165,25 Euro/t und damit 1,75 Euro höher als am Vortag.

Die neue Ernte 2018 (September) wurde am Mittwoch mit 169 Euro gehandelt und damit  sogar 2,50 Euro höher als am Vortag. Damit waren die Preise für neue Ernte 3,75 Euro höher als für den vorderen Maitermin.

Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Mittwoch mit 172,25 Euro notiert und damit 2,25 Euro höher als am Vortag.

Am heutigen Donnerstag legen die Weizenpreise im laufenden Handel leicht zu. Der vordere Maikontrakt wird zunächst mit 165,50 Euro gehandelt und damit 0,25 Euro höher. Die neue Ernte notiert bei 169 Euro und damit unverändert.

Maispreise legen ebenfalls zu

MATIF Mais

Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Mittwoch vor allem für die vorderen alterntigen Termine zulegt.  Ursache für den Preisanstieg waren die kräftig steigenden Maispreise in den USA und in Südamerika.

Der vordere Junitermin notierte am Mittwoch bei 162,75 Euro und damit 0,75 Euro im Plus. Der nachfolgende Augusttermin wurde am Mittwoch mit 168,50 Euro gehandelt und damit 0,50 Euro höher als am Vortag.

Die neue Ernte 2018 (November) beendete den Handel bei 168,75 Euro. Das war im Vergleich zum Vortag ein unveränderter Preis. Im Vergleich zum vorderen Junitermin waren die Preise für die neue Maisernte 5,0 Euro höher.

Am heutigen Donnerstag starten die vorderen Maispreise wenig verändert in den Handel. Der vordere Junitermin wird zunächst mit 162,50 Euro notiert und damit 0,25 im Minus. Die neue Ernte (November) handelt man mit 168,75Euro je t und damit unverändert.

Rapspreise für die neue Ernte bei 345 Euro

MATIF Raps

Die europäischen Rapspreise sind am Montag wieder leicht über 340 Euro gestiegen. Unterstützung kam dabei vor allem von den steigenden Sojapreisen. Die Palmölpreise sind hingegen erneut deutlich zurückgegangen.

Der vordere Maitermin 2018 notierte am Mittwoch bei 340,50 Euro und damit 1,50 höher als am Vortag und oberhalb von 340 Euro.

Die neue Rapsernte (August 2018) beendete den Handel am Mittwoch mit 345 Euro und damit sogar 3,50 Euro im Plus. Außerdem handelte man den Raps der neuen Ernte 4,50 Euro höher als den vorderen Maitermin.

Der nachfolgende Novemberkontrakt wurde am Mittwoch mit 349,50 Euro notiert und damit 3,0 Euro höher als am Vortag.

Am heutigen Donnerstag geben die Rapspreise zum Handelsbeginn jedoch wieder nach. Der Maitermin wird nur noch mit 339,50 Euro gehandelt und damit 1,0 Euro niedriger. Die neue Ernte (August) wird zunächst mit 345 Euro notiert und damit unverändert.

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