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Börsentelegramm

Agrarmärkte warten auf neue USDA-Zahlen

Weizenkörner
am Donnerstag, 09.08.2018 - 09:22 (Jetzt kommentieren)

Obwohl der Raiffeisenverband gestern die schwache Getreideernte in seiner neuen Schätzung bestätigte, mussten die Notierungen an der Matif kleinere Verluste hinnehmen. Lediglich der Raps konnte sich leicht verbessern. Die dürrebedingten Ausfälle scheinen weitgehend eingepreist zu sein. Die Händler warten die neuen Zahlen des USDA am Freitag ab. Heute Morgen können sich die Rohstoffe im elektronischen Handel in Chicago nicht auf einen einheitlichen Trend einigen.

Matif: Weizen gibt leicht nach

An der Terminbörse Matif korrigierte Weizen gestern leicht nach unten. Der Frontmonat gab um 0,8 % (1,75 Euro) auf 214,50 Euro/t nach. Die Folgemonate kamen etwas besser weg.

In den USA blieb der Markt auch gestern in Lauerstellung. Die Kurse hatten allerdings einen positiven Trend und zogen leicht an. Der Septemberkontrakt legte 0,3 % drauf und settelte bei 5,70 USD/bu.

Schwache Körnermaisernte bleibt ohne Wirkung

Die Korrektur der deutschen Körnermaisernte durch den Deutschen Raiffeisenverband (DRV) war überraschend hoch, hatte aber keine Wirkung auf die Preisentwicklung in Paris. Der Novemberkontrakt verlor bis zum Handelsende 0,9 % (1,75 Euro) auf 194,50 Euro/t Mais.

In den USA gab es eine kleine Unterstützung vom Ethanolmarkt. Die Tagesproduktion erreichte mit 1,1 Mio. Barrel den höchsten Wert in diesem Jahr. Die Bestände wurden allerdings ebenfalls höher ausgewiesen. Der Septemberkontrakt legt minimale 0,1 % zu und settelt bei 3,7125 USD/bu.

Soja setzt Erholungskurs fort

Die Sojabohne konnte sich gestern weiter erholen. Die Witterung in den Anbaugebieten der USA war zuletzt nicht so günstig und auch die Aussichten begeistern die Sojafarmer wenig. In weiten Teilen Nordamerikas ist es derzeit zu warm und zu trocken. Außerdem stiegen die Sojakurse an der chinesischen Börse um fast 4 %, was sich auch positiv auf die globalen Ölsaatenmärkte auswirkt.

Die Novemberbohne legte in Chicago um 0,5 % auf 9,1050 USD/bu zu.

Das Sojaschrot verbucht mit 1,3 % einen deutlichen Zuwachs, während das Sojaöl leicht nachgab.

Raps bleibt fest gestimmt

Der Matif-Raps beendete den gestrigen Handelstag mit kleinen Gewinnen von 0,2 % (75 Cent) auf 384 Euro/t.

Canola macht einen weiteren Sprung gen Norden. Die Wachstumsbedingungen in Kanada sind in weiten Teilen nicht optimal, da es auch hier zu heiß und zu trocken ist. Der Novemberkontrakt steigt um 1,6 % auf 510,70 CAD/t.

Das Palmöl in Malaysia kann sich ebenfalls weiter erholen. Die Kontrakte legen durchweg rund 1 % drauf.

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