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Börsentelegramm

Bodenbildung bei den Getreidepreisen

Ähren und Preiskurve
am Mittwoch, 20.06.2018 - 12:33 (Jetzt kommentieren)

Am Mittwoch scheint sich die Lage an den Terminmärkten wieder etwas zu beruhigen und die Preise finden einen Boden.

Börse

In den Tagen zuvor hatte es einen beispiellosen Absturz der Preise für Getreide und Ölsaaten in den USA gegeben. Dieser Preissturz zog ungeachtet der schlechten Ernteprognosen für Europa auch die Kurse an der MATIF weit mit nach unten.

Mit den fallenden Preisen nahmen die Umsätze am europäischen Terminmarkt bei Weizen kräftig zu und erreichten einen Tagesrekord. Offenbar gingen viele Marktteilnehmer von einem „dauerhaften“ niedrigeren Preisniveau aus und versuchten noch möglichst „hohe“ Preise abzusichern.

Doch am heutigen Mittwoch scheinen sich die Kurse in den USA wieder etwas zu erholen. Das stützt auch den europäischen Markt und  sorgt zum Handelsbeginn für steigende Preise.

ie beiden ausschlagenden Faktoren für den vorausgegangen Preisrutsch, nämlich der Handelskrieg der USA mit China und die sehr hohen Ertragsprognosen im Mittelwesten, bleiben jedoch bestehen und können die Kurse jederzeit wieder nach unten drücken.

Konsolidierung in Chicago am Mittwoch

CBOT weizen

Der Chicago-Weizen verlor für den vorderen Julikontrakt am Dienstag nochmals 2,5 % und der September ging mit einem Abschlag von 2,4% aus dem Handel. Der proteinreiche Kansas-Weizen gab am Dienstag für den vorderen Juli nochmals 3,50 % und für den September 3,3 % nach.

Die Kurse für den Sommer-Weizen in Minneapolis gingen um 3,0 %  bzw. für den September um 2,4 % zurück. Am heutigen Mittwoch starten die Weizenpreise im vorbörslichen Handel mit einem Anstieg von gut einem Prozent.

Relativ moderat nach unten ging es am Dienstag für den Mais. Hier gaben die Kurse für Juli und September um 0,5 % und 0,6 % nach. Am Mittwoch legen die Maispreise im vorbörslichen Handel leicht zu.

Ebenfalls nach unten ginge es am Dienstag für  die Sojabohnen. Hier lag der Preisabschlag bei 1,9 %. Die Kurse für Sojaschrot gaben nur noch um 0,1 % nach. Für Sojaöl fielen die Preise jedoch sehr deutlich um 2,3 %. Am heutigen Mittwoch legen die Sojakurse ebenfalls leicht zu, bewegen sich aber weiterhin fallen weit unter der 900-Cent–Buschel-Marke.

Die Rohölpreise (WTI) sind am Dienstag um 1,2 % auf 65,07 USD je Barrel zurückgegangen. Der Euro hat um 0,4 % auf 1,159 USD nachgegeben.

MATIF-Weizen am Mittwoch im Plus

Matif Weizen

Die europäischen Weizenpreise sind am Dienstag weiter gefallen. Am heutigen Mittwoch können sich die Kurse jedoch wieder etwas erholen.

Mit den fallenden Preisen hatten die Umsätze am europäischen Terminmarkt für den Septembertermin einen Tagesrekord erreicht. Zuvor waren die Umsätze trotz deutlich höherer Kurse erheblich geringer, da man offenbar von einem weiteren Anstieg der Weizenpreise ausging.

Der vordere Septembertermin wurde am Dienstag nur noch mit 171,75 Euro gehandelt und damit nochmals 2,75 Euro niedriger als am Vortag. Das ist zugleich der niedrigste Preis seit  Mitte Mai. Im Vergleich zur vorigen Woche sind die Preise damit um knapp 12 Euro bzw. reichlich 6 % abgestürzt.

Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Dienstag mit 176,25 Euro notiert und damit 2,50 Euro niedriger als am Vortag. Der Märzkontrakt 2019 beendete den Handel bei 179,25 Euro/t und damit 2,25 Euro im Minus und zudem unter der 180-Euro-Marke.

Am heutigen Mittwoch können sich die Weizenpreise wieder erholen. Der vordere Septembertermin wird zum Handelsbeginn mit 173,75 Euro gehandelt und damit 2,0 Euro höher. Der nachfolgende Dezember notiert bei 178 Euro und damit ebenfalls 1,75 Euro im Plus.

Maispreise erholen sich ebenfalls

Matif Mais

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Dienstag einigermaßen behaupten. Am Mittwoch können sich alle Termine zum Handelsbeginn deutlich erholen.

Der vordere Augustkontrakt notierte am Dienstag bei 162 Euro und damit nochmals 0,75 Euro niedriger als am Vortag.

Die neue Ernte 2018 (November) beendete den Handel  mit einem leichten Aufschlag bei 165,75 Euro. Damit haben die Preise zum Vortag um 0,25 Euro zugelegt. Der nachfolgende Januartermin 2019 wurde mit 171 Euro gehandelt und damit unverändert.

Am heutigen Mittwoch beginnen die Maispreise den Handel deutlich höher. Der vordere Augusttermin wird mit 163,50 Euro notiert und 1,50 Euro im Plus. Die neue Ernte (November) handelt man mit 166,75 Euro je t und damit 1,0 Euro höher.

Rapspreise finden Halt

Matif Raps

Die Rapspreise haben sich am Dienstag unter dem Druck der fallenden Sojapreise nachgegeben. Am Mittwoch bewegen sich die Kurse zum Handelsbeginn hingegen leicht nach oben.  

Beim Raps Preisen erreichten die Umsätze am europäischen Terminmarkt für den Augusttermin bereits am Montag den bisher zweithöchsten Wert. Am Dienstag ging der Umsatz dann bereits deutlich zurück.

Der vordere Augustkontrakt (neue Ernte) notierte am Dienstag bei 347,50 Euro und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag.

Der nachfolgende Novemberkontrakt wurde mit 355,50 Euro notiert und damit 1,75 Euro im Minus. Den Februarkontrakt 2019 handelte man mit 359 Euro. Das ist sogar  ein Abschlag von 2,50 Euro.

Am heutigen Mittwoch legen die Rapspreise zum Handelsbeginn leicht zu. Grund sind die etwas festeren Sojapreise. Die neue Ernte (August) wird  zum Handelsstart mit 348 Euro notiert und damit 0,50 Euro im Plus. Der Novembertermin wird mit 356 Euro gehandelt. Da ist ebenfalls ein leichter Aufschlag von 0,50 Euro zum Vortag.

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