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Börsentelegramm

Dürre in Australien hilft Weizenpreisen

am Montag, 29.10.2018 - 13:15 (Jetzt kommentieren)

Die europäischen Weizenpreise sind am Ende der vorigen Woche gestiegen.

In der neuen Woche geht es für den Weizen zunächst leicht nach unten. Der Raps hat sich in der vorigen Woche behauptet. Am heutigen Montag beginnt der Handel jedoch im roten Bereich.

Beim Mais haben die Kurse in der vorigen Woche nachgegeben. Am Montag beginnt der Handel hingegen im Plus. Die Notierungen für Futtergerste und Futterweizen gingen vorige Woche zurück.

Dürre in Australien, Russland gewinnt Ausschreibung

Die europäischen Weizenpreise folgen den sehr festen Vorgaben vom Weltmarkt. An den internationalen Handelsplätzen hatten die anhaltende extreme Dürre und die erwarteten sehr hohen Ernteausfälle beim Top-Exporteur Australien für eine kräftige Preiserholung gesorgt.

Die australische Agrarbehörde ABARES senkte die Ernteerwartung gegenüber der bereits schwachen Septemberschätzung von 19,1 Mio. t auf katastrophale 16,6 Mio. t. Das wäre die kleinste australische Weizenernte seit zehn Jahren.    

Außerdem kaufte am Ende der vorigen Woche der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten im Rahmen einer Ausschreibung 470.000 t Weizen. Davon kamen 350.000 t aus Russland, 60.000 t aus der Ukraine sowie 60.000 t aus den USA. Damit bleibt Russland weiterhin der dominierende und preisbestimmende Weizenexporteur.

Bei der Auktion angebotener Weizen aus Frankreich und aus Rumänien war deutlich teurer als die Ware vom Schwarzen Meer und erhielt deshalb keinen Zuschlag. Fob-Golf war der US-Weizen sogar noch günstiger als die russische Ware, jedoch waren die US-Frachtkosten bis nach Ägypten mit Abstand am höchsten.

Weizenpreise drehen nach oben

Weizenpreise

Im Wochenvergleich sind die europäischen Weizenpreise gestiegen. Ursache ist der Preisanstieg am Weltmarkt wegen der deutlich nach unten korrigierten australischen Ernte.

Der vordere Dezembertermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 202,50 Euro/t. Das waren 3,25 Euro mehr als am Vortag und 1,25 Euro mehr als am Freitag der Vorwoche. Der nachfolgende Märzkontrakt 2019 wurde am Freitag mit 205,50 Euro/t notiert. Das war ebenfalls ein Plus von 1,25 Euro zur Vorwoche.

Am deutschen Kassamarkt waren die (nominellen) Preise im Wochenvergleich indessen zurückgegangen. Am Exporthafen Hamburg wurde Brotweizen am Freitag mit 203 Euro/t notiert und damit 3 Euro niedriger als in der Woche zuvor.

Der wichtigste französische Handelsplatz Rouen meldete am vorigen Freitag für den dort angelieferten Brotweizen Preise von 199 Euro/t. Das war 1 Euro mehr als in der Woche zuvor.

Am heutigen Montag beginnen die Weizenpreise den Handel an der MATIF zunächst leicht im Minus. Der Dezembertermin wird an der MATIF am Nachmittag mit 202 Euro/t notiert und damit 0,50 Euro niedriger als am Freitag.

Maispreise rutschen auf 4-Monatstief

Maispreise

Die Maispreise sind am Terminmarkt im Wochenvergleich weiter zurückgegangen. Preisdruck kommt vom Schwarzen Meer und aus Südosteuropa. Allerdings lassen die niedrigen Flusspegel bislang kaum Lieferungen nach/in Deutschland zu. Im laufenden Handel am Montag legen die Preise jedoch zu. In den USA beginnt der Mais den vorbörslichen Handel heute ebenfalls im Plus.

Der vordere Novemberkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Freitag bei 166 Euro/t. Da waren 0,25 Euro weniger als am Vortag und 2,50 Euro weniger als eine Woche zuvor. Zudem ist dies der niedrigste Maispreis seit Juni. Der nachfolgende Januartermin beschloss den Handel am Freitag bei 170 Euro. Das war ein Minus von 2 Euro zur Vorwoche.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zur Auslieferung im November mit 179 Euro/t notiert und damit 0,50 Euro billiger als eine Woche zuvor. Der Januartermin wird mit 182 Euro/t gehandelt. Das sind ähnliche Preise wie vor einer Woche. Am heutigen Montag legen die Maispreise an der MATIF zunächst zu. Der vordere Novembertermin wird im mit 167,25 Euro notiert. Das ist ein Plus von 1,25 Euro.

Soja und Palmöl drücken Rapspreise

Rapspreise

Die Rapsreise haben sich am Terminmarkt in der vorigen Woche behauptet. Am heutigen Montag bewegen sich die Kurse im laufenden Handel zunächst nach unten. Druck geht ganz besonders von den fallenden Palmölpreisen in Malaysia aus, die in der vorigen Woche um fast 5 Prozent eingebrochen sind und auch den übrigen Pflanzenölmarkt mit nach unten ziehen.

Auch die Sojapreise sind in der vorigen Woche um knapp 5 Prozent zurückgegangen. Hier spielte neben den problematischen US-Exporten nach China und der sehr großen US-Ernte vor allem die politische Entwicklung in Brasilien ein maßgebliche Rolle.

Der Novemberkontrakt für den MATIF-Raps beendete den Handel am vorigen Freitag bei 374 Euro/t. Das waren 1,50 Euro höhere Preise als am Vortag und zugleich 0,75 Euro mehr als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Februartermin wurde am Freitag mit 375,50 Euro notiert. Das ist ein Wochenplus von 0,50 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Raps am vorigen Freitag mit 371 Euro/t notiert und damit anders als am Terminmark) 6 Euro niedriger als eine Woche zuvor.

Am heutigen Montag stehen die Rapspreise an der MATIF zunächst unter Druck. Der Novembertermin wird mit 370 Euro/t geführt. Das ist ein Minus von 2 Euro.

Futterweizen und Futtergerste etwas schwächer

Nach unten ging es im Wochenvergleich mit den (nominellen) Preisen für Futtergerste. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Freitag bei 204 Euro/t. Das war waren 1,50 Euro weniger als in der Vorwoche. Für die Anlieferung im November wurden ebenfalls 204 Euro geboten.

Futterweizen notierte in Hamburg am Freitag bei 201 Euro/t und damit 4 Euro niedriger als in der Woche zuvor und 3 Euro billiger als Gerste. In Südoldenburg wurden für Futterweizen zur Anlieferung im Oktober 213 Euro/t geboten. Das war 1 Euro weniger als vor einer Woche.

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