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Börsentelegramm

Getreidepreise erholen sich wieder

am Montag, 10.09.2018 - 13:13 (Jetzt kommentieren)

In der vorigen Woche standen die Preise für Weizen, Mais und Raps unter Druck. Die neue Woche beginnt am Terminmarkt jedoch mit einer Preiserholung

Am Kassamarkt hatten die nominellen Preise dem Druck der Börsen ebenfalls nachgegeben. Händler begründeten die rückläufigen Kassapreise mit dem (vermeintlichen) Zustrom von günstigem Futtergetreide vom Schwarzen Meer.

Die aktuellen Importdaten der Kommission bestätigen den massenhaften Zukauf von Schwarzmeergetreide bisher aber nicht. So haben die Länder der EU bis zum 02. September insgesamt erst 500.000 t Weizen importiert. Davon kamen lediglich 25.000 t nach Deutschland.

Körnermais wurden im gleichen Zeitraum 2,1 Mio. t eingeführt. Davon wurden 35.000 t in deutschen Häfen entladen.

Weizen und Mais am Schwarzen Meer billiger

Die Preise fob-Schwarzmeer-Häfen sind bei Weizen derzeit allerdings 15 USD/t niedriger als in Frankreich. Körnermais wurde am Schwarzen Meer sogar 35 USD/t günstiger angeboten als in Europa und Futtergerste offerierte ma etwa 5 USD/t billiger als am wichtigsten französischen Exporthafen.

Auch wenn also noch nicht viel physische Ware aus Russland bzw. der Ukraine in Europa entladen wurde, drücken die dortigen sehr niedrigen Weizen- und Maispreise die Kurse am Weltmarkt und in Europa nach unten und sorgen immer wieder für Preisdruck.

Dagegen kostete Raps am Schwarzen Meer derzeit 5 USD/t mehr als in Europa und dürfte deshalb kaum in größeren Mengen importiert werden. Bis zu 02. Septembern haben die Europäer  341.000 t Raps importiert. Nach Deutschland kamen lediglich 35.000 t.

Weizenpreise mit schwacher Woche

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Die europäischen Weizenpreise haben die gesamte vorige Woche nachgegeben. Der neue Frontmonat Dezember rutsche dabei deutlich unter die 200-Euro-Marke. Am heutigen Montag stehen zum Handelsbeginn jedoch grüne Vorzeichen.

Der Frontmonat Dezember für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 197,75 Euro. Das waren 0,50 Euro weniger als am Vortag und 7,75 Euro weniger als in der Vorwoche. Der nachfolgende Märzkontrakt 2019 wurde am Freitag mit 200,25 Euro notiert. Das war ebenfalls ein Minus von 0,50 Euro.

Am deutschen Kassamarkt haben die (nominellen) Preise in der vorigen Woche um etwa 5 Euro nachgegeben. Am Exporthafen Hamburg wurde der Brotweizen am Freitag mit 205 Euro notiert und damit 5 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Für die Anlieferung im Dezember lagen die Angebote bei 207 Euro und damit 9,25 Euro über den entsprechenden Terminmarktkursen (Dezember).

Vom wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen meldete man am Freitag für den dort angelieferten Brotweizen Preise von 196 Euro/t. Das waren 7 Euro weniger als eine Woche zuvor.

Am heutigen Montag machen die Weizenpreise im laufenden Handel Boden gut. In den USA können sich die Kurse im vorbörslichen Handel ebenfalls erholen. Der Dezembertermin wird an der MATIF gegen Mittag mit 199,25 Euro notiert und damit 1,50 Euro höher als am Freitag.

Maispreise verlieren 7 Euro

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt in der vorigen Woche ebenfalls zurückgegangen. Im laufenden Handel am Montag geht es leicht nach oben. In den USA beginnt der Mais den vorbörslichen Handel seitwärts.

Der vordere Novemberkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Freitag bei 177,75 Euro und damit 2,25 Euro niedriger als am Vortag und 7,0 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Januartermin beschloss den Handel am Freitag bei 180,50 Euro. Das war ein Minus von 2,0 Euro/t zum Vortag.

Am Hamburger Hafen wird Importmais zum Septembertermin mit 210 Euro notiert und damit 8 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Mais der neuen Ernte (Oktober) kostete 185 Euro/t. 

Am heutigen Montag legen die Maispreise an der MATIF leicht zu. Die neue Ernte (November) wird im mit 178,25 Euro notiert. Das ist Plus von 0,50 Euro.

Rapspreise am Montag im Plus

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Die Rapspreise sind in der vorigen Woche an der MATIF moderat zurückgegangen. Am heutigen Montag legen die Kurse im laufenden Handel wieder zu. Die Sojapreise bewegen sich im vorbörslichen Handel ebenfalls im grünen Bereich.

Die Rapsaussaat in Deutschland is größtenteils beendet. Auf Grund der Trockenheit und der vergleichsweise schlechten Wettbewerbsfähigkeit zum Weizen dürfte die Anbaufläche kleiner sein als im vorigen Jahr. 

Der Novemberkontrakt beendete den Handel am Freitag bei 372,25 Euro/t. Das waren unveränderte Preise zum Vortag und 2,25 Euro weniger als vor einer Woche. Der nachfolgende Februartermin wurde am Freitag mit ebenfalls 372,25 Euro notiert.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Raps am Freitag mit 377 Euro gehandelt und damit 2 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Für die Anlieferung im Oktober lagen die Angebotspreise bei 378 Euro.

Am heutigen Montag legen die Rapspreise an der MATIF zunächst zu. Der Novembertermin wird mit 373,50 Euro notiert und damit 1,25 Euro im Plus.

Futtergerste und Futterweizen ebenfalls billiger

Nach unten ging es in der vorigen Woche auch mit den Preisen für Futtergerste. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Freitag bei 203 Euro/t. Das ist ein Abschlag von 5 Euro im Vergleich zur Woche zuvor. Für die Anlieferung im Oktober wurden ebenfalls 203 Euro geboten.

Futterweizen notierte in Hamburg am Freitag ebenfalls bei 203 Euro und damit 5,0 Euro niedriger als in  der Woche zuvor und zudem so teuer wie Gerste. Für die Anlieferung im Oktober wurden für Futterweizen 205 Euro geboten.

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