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Börsentelegramm

Getreidepreise weiter sehr volatil

am Montag, 07.05.2018 - 12:45 (Jetzt kommentieren)

Am Freitag haben sich die Rapspreise für die neue Ernte knapp behauptet. Der neuerntige Weizen hielt sich ebenfalls auf dem bisherigen Niveau.

CBOT weizen

Die Maispreise beschlossen die Woche an der MATIF unverändert. Im Verlauf der vorigen Woche haben die Preise allerdings kräftig geschwankt und reagierten damit auf die extrem volatilen Kurse in den USA.

Am heutigen Montag geben die europäischen Preise zum Handelsbeginn überweigend nach. Ursache für die schwächeren europäischen Kurse ist der Preisrückgang im vorbörslichen Handel in Übersee.

Der zuletzt deutlich schwächere Euro ist am Freitag um 0,3 % auf 1,19985 USD zurückgegangen. Am heutigen Montag gehen die Eurokurse im vorbörslichen Handel noch weiter auf 1,1965 USD zurück. 

In den USA beeinflussen die witterungsbedingt sehr schwachen Ertrags- und Produktionserwartungen beim Winterweizen und die sehr langsame Aussaat bei Mais, Soja und Sommerweizen den Markt und führen zu starken Preisausschlägen. Am Donnerstag wird ein USDA-Report erwartetet. Dieser bringt erste Daten zur neuen Ernte in den USA und weltweit.

Die US-Weizenpreise hatten den Handel am Freitag in Chicago mit einem kräftigen Minus von 2,4 % beendet. Der proteinreiche Kansas-Weizen gab um 2,2 % nach. Der Sommer-Weizen in Minneapolis ging um 0,3 % nach unten.

Die US-Maispreise beendeten den Handel am Freitag 0,2 % im Minus. Die Preise für Sojabohnen gaben um 1,5 % nach. Für Sojaschrot sind die Kurse um 1,0 % zurückgegangen, während sich die Preise für Sojaöl knapp behaupteten. Am heutigen Montag beginnt der Handel in Chicago für Weizen, Mais und Soja mit kräftigen Preiskorrekturen deutlich im roten Bereich.

Die Rohölpreise (WTI) waren am Freitag um 1,9 % auf 69,72 USD je Barrel gestiegen. Am heutigen Montag legen die Ölpreise im vorbörslichen Handel weiter auf 70,47 USD  zu.

MATIF-Weizen im Wochenverlauf gestiegen

Matif Mais

Die europäischen Weizenpreise sind in der vorigen Woche gestiegen. Für den auslaufenden Maikontrakt gab es am Freitag allerdings Abschläge. Die neue Woche beginnt erneut mit schwächeren Kursen.

Ursache für den schwachen Wochenstart sind die nachgebenden Weizenpreise in den USA. Zuvor hatten der immer schlechtere Zustand des US-Winterweizens und das sehr langsame Aussaattempo bei Sommerweizen die Weizenpreise in den USA kräftig nach oben getrieben. In Europa stützte zudem der deutlich schwächere Euro die Preise.

Der auslaufende Maikontrakt beendete den Handel am Freitag bei 169,50 Euro/t und damit 2,0 Euro niedriger als am Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Kurse jedoch 3,25 Euro zugelegt. Vor einem Jahr notierte der Weizen zum gleichen Termin bei 174 Euro/t und damit 4,50 Euro höher als jetzt.

Die neue Ernte 2018 (September) wurde am Freitag mit 175,50 Euro/t gehandelt und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag. Gleichzeitig waren die Preise für neue Ernte jedoch 5,75 Euro höher als vor einer Woche.

Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Freitag mit 178,50 Euro/t notiert und damit 0,25 Euro schwächer als am Vortag und 6,0 Euro höher als vor einer Woche.

Am heutigen Montag beginnen die  Weizenpreise den Handel im roten Bereich. Der neue Frontmonat September (neue Ernte) wird zunächst mit 174,25 Euro/t gehandelt und damit 1,25 Euro niedriger. Der nachfolgende Dezember notiert bei 177,25 Euro und damit ebenfalls 1,25 Euro im Minus.

Maispreise zuletzt ebenfalls gestiegen

Matif Mais

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt in der vorigen Woche gestiegen und beginnen den Handel in der neuen Woche knapp behauptet.

Der vordere Junikontrakt notierte am Freitag bei 167 Euro/t und damit unverändert zum Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Maispreise um 3,50 Euro zugelegt. Vor einem Jahr lagen die Maispreise zu diesem Termin bei 174 Euro/t und damit 7 Euro höher.

Der nachfolgende Augusttermin wurde am Freitag mit 171,75 Euro/t bewertet und damit unverändert zum Vortag und 2 Euro höher als vor einer Woche.

Die neue Ernte 2018 (November) beendete den Handel am Freitag bei 170,75 Euro/t. Das war ein Abschlag von 0,25 Euro zum Vortag. Gleichzeitig waren die Preise 1,50 Euro höher als vor einer Woche.

Am heutigen Montag starten die Maispreise etwas schwächer in den Handel. Der Junitermin wird zunächst mit 166,75 Euro/t notiert und damit 0,25 Euro niedriger. Die neue Ernte (November) handelt man mit 170,50 Euro/t und damit ebenfalls 0,25 Euro im Minus.

Neue Rapsernte etwas erholt

Raps August

Die Rapspreise für die neue Ernte haben sich am Ende der vorige Wochen behauptet. Der Handel in der neuen Woche beginnt uneinheitlich.

Der Augustkontrakt notierte am Freitag bei 348,50 Euro/t und damit unverändert zum Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche waren die Preise jedoch 5,50 Euro höher. Vor einem Jahr lagen die Rapspreise zu diesem Termin bei 393,50 Euro/t und damit 45 Euro höher.

Der nachfolgende Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 354,75 Euro/t notiert, 0,25 Euro niedriger als am Vortag und ebenfalls 5,50 Euro höher als in der Woche zuvor.

Am heutigen Montag legen die vorderen Rapspreise zum Handelsbeginn leicht zu. Die neue Ernte (August) wird zunächst mit 349 Euro/t notiert und damit 0,50 Euro höher. Der Novembertermin wird mit 354,50 Euro/t gehandelt und damit 0,25 Euro niedriger.

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