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Börsentelegramm

Heftige Preisrallye beim Weizen

Ähren und Preiskurve
am Montag, 02.07.2018 - 14:03 (Jetzt kommentieren)

Mit einer Preisrallye reagierten die Weizenpreise in Chicago auf die Daten aus dem aktuellen USDA-Report zur Anbauentwicklung.

In Verbindung mit den weiter nach unten korrigieren Ernteerwartungen in Europa sorgte die US-Rallye auch hierzulande für  einen kräftigen Preissprung beim Weizen.

Am Ende der vorigen Woche hatte die Europäische Kommission die erwarteten Erntemengen bei Weizen und Gerste kräftig nach unten korrigiert und damit die damit die Preise gestützt. Am heutigen Montag steigen die Weizenpreise weiter und klettern in Europa auf  den höchsten Stand seit Mitte Juni.

Die Rapspreise hatten am Freitag nachgegeben. Grund waren die erneut nach unten driftenden Terminmarkpreise für Sojabohnen. Beim Mais folgten die europäischen Preise den positiven Vorgaben aus Übersee und sind gestiegen.

US-Weizenpreise steigen weiter

Am heutigen Montag starten die Weizenpreise in den USA im vorbörslichen Handel erneut weit im grünen Bereich. Auch die Kurse für Mais und Soja legen im vorbörslichen Handel leicht zu.

Am Freitag waren die US-Weizenpreise in Chicago bereits um 3,8 % nach oben geschossen. Der proteinreiche Kansas-Weizen war am Freitag um 3,9 % gestiegen. Die Notierungen für Sommer-Weizen in Minneapolis legten um 0,5 % zu.

Gleichzeitig beendeten die US-Maispreise den Handel am Freitag 1,5 % im Plus. Die Preise für Sojabohnen gaben am Freitag hingegen um 0,3 % nach.

Hintergrund für die Preisbewegung waren die aktualisierten Anbaudaten des USDA (Acreage Report) vom vorigen Freitag.

Die Rohölpreise (WTI) haben am Freitag einen weiteren Sprung von 1,0 % auf 74,15 USD je Barrel nach oben gemacht. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2014. Der Euro hat am Freitag zugelegt und ist um 1,0 % auf 1,168 USD gestiegen.

Weizenpreise deutlich über 180 Euro

Die europäischen Weizenpreise sind am Freitag mit den US-Preisen kräftig gestiegen. Am heutigen Montag folgte der MATIF-Weizen den US-Preisen weiter nach oben. Außerdem erhält der Markt von den schwächeren europäischen Ernteprognosen Unterstützung.

Die vordere Septembertermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 178,50 Euro. Das war ein Aufschlag von von 4,50 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Weizenpreise damit 2,25 Euro gestiegen. Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Freitag mit 181,75 Euro gehandelt und damit 4,0 Euro im Plus.

Am Kassamarkt am Hamburger Hafen hatte man den Brotweizen am Freitag mit 177 Euro notiert. Für die Anlieferung im September lagen die Angebote bei 181 Euro und damit 4 Euro höher. Heute dürfte es mit den Angebotspreisen weiter nach oben gehen.

Am heutigen Montag legen die Weizenpreise an der MATIF im laufenden Handel weiter zu. Der vordere Septembertermin wird mit 182,25 Euro gehandelt und damit 3,75 Euro höher als am Freitag und zudem auf dem höchsten Niveau seit Mitte Juni.

Maispreise legen ebenfalls zu

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Freitag ebenfalls gestiegen. Am heutigen Montag legen die Kurse weiter zu. Grund für die festen Preise ist die nach oben gerichtete Preisbewegung in Chicago.

Der vordere Augustkontrakt notierte am Freitag bei 165 Euro und damit 0,50 Euro höher als am Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche  waren die Maispreise jedoch nur 0,25 Euro gestiegen.

Die neue Ernte 2018 (November) beendete den Handel am Freitag bei 170,25 Euro. Damit haben die Preise um 1,0 Euro zugelegt.

Am norddeutschen Kassamarkt wurde Importmais (FOT Brake) zuletzt mit 190 Euro notiert. Ähnlich hoch waren die Maispreise in Südoldenburg. Die Preisvorstellungen für den Mais der neuen Ernte lagen im Norden bei 179 Euro.

Am heutigen Montag beginnen die Maispreise den Handel erneut fester. Der vordere Augusttermin wird im laufenden Handel mit 166 Euro notiert und damit 1,0 Euro höher. Die neue Ernte (November) wird mit 171,50 Euro je t gehandelt. Das ist ein Plus von 1,25 Euro.

Rapsreise am Montag im Plus

Die Rapspreise sind am Freitag an der MATIF zurückgegangen. Grund waren die rückläufigen Sojapreise. Am heutigen Montag bewegen sich die Rapspreise zunächst mit den etwas festeren Sojakursen nach oben.

Der Augustkontrakt (neue Ernte) notierte am Freitag bei 358,25 Euro. Das war ein Aufschlag von 1,25 Euro zum Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche waren die Kurse 5,50 Euro höher. Der nachfolgende Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 365,50 Euro gehandelt. Das war ebenfalls ein Minus von 1,25 Euro.

Am Kassamarkt am Hamburger Hafen wurde für Raps am Freitag 342 Euro geboten. Für die Anlieferung im August lagen die Angebotspreise bei 344 Euro und für den September bei 346 Euro.

Am heutigen Montag bewegen sich die Terminmarkpreise leicht nach oben. Grund sind die festeren Sojapreise. Die neue Ernte (August) wird  zunächst mit 359,25 Euro notiert und damit 1,0 Euro im Plus.

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