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Börsentelegramm

Mehr Geld für Raps, Weizen seitwärts, Mais schwächer

Ähren und Preiskurve
am Montag, 01.10.2018 - 15:58 (Jetzt kommentieren)

Die Weizenpreise haben sich in der vorigen Woche kaum verändert. Dagegen sind die Rapspreise sehr kräftig um 10 Euro gestiegen. Für Mais ging es hingegen nach unten.

Getreideernte EU

Auch Futtergerste und Futterweizen haben sich verbilligt. Die Europäische Kommission hat ihre Ernteschätzung zum Monatswechsel aktualisiert.

Dabei wurde die Weichweizenernte mit 128,7 Mio. t im Vergleich zum Vormonat nicht mehr verändert. Die Gerstenernte blieb mit 56,4 Mio. t ebenfalls auf dem Stand des Vormonats. Dagegen setzte die EU-Kommission die Maisernte von zuvor 64,2 Mio. t auf nur noch 61,9 Mio. t nach unten. Ebenfalls weiter nach unten ging es für Roggen auf 6,3 Mio. t und für Hafer auf 7,8 Mio. t.

Die europäische Getreideernte ist nun mit 284,3 Mio. t rund 3,0 Mio. t kleiner als im Vormonat und 23 Mio. t kleiner als im vorigen Jahr. Nach oben korrigiert hat die Kommission hingegen die Rapsernte von 19,2 Mio. t auf 19,7 Mio. t. Insgesamt bleibt die europäische Bilanz jedoch bei allen Getreidearten und auch bei Raps eng.

Deutsche Importe nicht sehr hoch

Weizenexporte

Die Länder der Europäischen Union haben bis zum 24. September 804.689 t Weich-Weizen importiert. Das sind 25 Prozent mehr (!!) als im vorigen Jahr. Von den Gesamtimporten gingen jedoch nur 27.593 t bzw. 3 Prozent nach Deutschland. Die größten Abnehmer sind Italien, Griechenland, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Körnermais wurden im gleichen Zeitraum 3,3 Mio. t eingeführt und damit eine ähnlich große Menge wie im Jahr zuvor. Von den Gesamteinfuhren wurden jedoch nur 35.356 t an deutschen Häfen entladen.

Die europäischen Importe von Rapssaat erreichten bis zum 24. September eine Größenordnung von 772.343 t. Etwa 6 Prozent weniger als im vorigen Jahr. Deutschland hat bisher 145.582 t eingekauft.

Der Export von europäischem Weizen summiert sich bis zum 24. September auf 4,0 Mio. t und verfehlt die Vorjahresmarke um 30 Prozent. Deutschland hat bislang nur 68.700 t Weizen exportiert. Frankreich kommt immerhin auf Weizenausfuhren von 1,8 Mio. t und Rumänien auf Exporte von 1,3 Mio. t.

Die europäische Exportmenge bei von Gerste liegt mit 1,3 Mio. t nur 3 Prozent unter dem Vorjahr. Deutschland hat bisher 267.087 t Gerste exportiert, Frankreich kommt auf Ausfuhren von 567.448 t und Rumänien auf 387.831 t.

Weizenpreise kaum verändert

Weizenpreise

Die europäischen Weizenpreise haben sich im Wochenvergleich behauptet. Die 200-Euro-Marke wurde ebenfalls verteidigt. Am ersten Handelstag im Oktober geben die Weizenpreise jedoch nach. In den USA beginnt der Weizen den Handel am heutigen Montag leicht schwächer.

Der vordere Dezembertermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 201,50 Euro. Das waren 0,75 Euro mehr als am Vortag und 0,25 Euro weniger als am Freitag der Vorwoche. Der nachfolgende Märzkontrakt 2019 wurde am Freitag mit 205,50 Euro notiert. Das war ein Plus von 1,25 Euro zu Vorwoche.

Am deutschen Kassamarkt hatten die (nominellen) die Preise im Wochenvergleich nicht verändert. Am Exporthafen Hamburg wurde der Brotweizen am Freitag mit 204 Euro notiert und damit eben so teuer wie vor einer Woche. Für die Anlieferung im Dezember lagen die Angebotspreise bei 206 Euro und damit 4,50 Euro über den entsprechenden Terminmarktkursen (Dezember).

Vom wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen meldete man am vorigen Freitag für den dort angelieferten Brotweizen Preise von 198 Euro/t. Das waren 2 Euro mehr als in der Woche zuvor.

Am heutigen Montag beginnen die Weizenpreise den Handel an der MATIF zunächst im Minus. Der Dezembertermin wird an der MATIF am Nachmittag mit 200,25 Euro notiert und damit 1,25 Euro niedriger als am Freitag.

Maispreise geben nach

Maispreise

Die Maispreise haben am Terminmarkt im Wochenvergleich leicht nachgegeben. Im laufenden Handel am Montag geht es weiter nach unten. In den USA beginnt der Mais den vorbörslichen Handel heute ganz leicht im Plus. Am Freitag hatten die Kurse allerdings recht deutlich nachgegeben.

Der vordere Novemberkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Freitag bei 174,50 Euro. Da waren 1,50 Euro weniger als am Vortag und 2,50 Euro weniger als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Januartermin beschloss den Handel am Freitag bei 176,50 Euro. Das war ein Minus von 3,25 Euro zur Vorwoche.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zur Auslieferung im Oktober mit 176 Euro angeboten und damit 2 Euro billiger als eine Woche zuvor. Der Januartermin wird mit 182,0 Euro/t gehandelt. Das sind 0,50 weniger als vor einer Woche.

Am heutigen Montag geben die Maispreise an der MATIF weiter leicht nach. Der vordere Novembertermin wird im mit 174 Euro notiert. Das ist Minus von 0,50 Euro.

Rapspreise mit 10 Euro im Plus

Rapspreise

Die Rapspreise sind auch in der vorigen Woche sehr kräftig gestiegen. Grund war der die deutliche Erholung der Sojapreise. Am heutigen Montag geben die Kurse im laufenden Handel allerdings wieder nach nach. Grund ist der Preisrückgang bei Sojabohnen am vorigen Freitag Abend wegen sehr hoher Lagerbestände in den USA. Am heutigen Montag beginnen die Sojapreise den vorbörslichen Handel indessen wieder leicht im Plus.

Der Novemberkontrakt für den MATIF-Raps beendete den Handel am Freitag bei 372,50 Euro/t. Das waren 0,25 Euro höhere Preise als am Vortag, jedoch 10,0 Euro mehr als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Februartermin wurde am Freitag mit 375 Euro notiert. Da ist ein  Wochenplus von 10,75 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Raps am vorigen Freitag mit 371 Euro notiert und damit 8 Euro höher als eine Woche zuvor.

Am heutigen Montag geben die Rapspreise an der MATIF zunächst nach. Der Novembertermin wird mit 371,25 Euro notiert und damit 1,25 Euro im Minus.

Weniger Geld für Futterweizen und Gerste

Etwas nach unten ging es im Wochenvergleich mit den Preisen für Futtergerste. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Freitag bei 203 Euro/t. Das war ein Rückgang von 3,0 Euro im Vergleich zur Vorwoche. Für die Anlieferung im Oktober wurden ebenfalls 203 Euro geboten.

Futterweizen notierte in Hamburg am Freitag bei 202 Euro und unverändert zur Woche zuvor und noch 1 Euro billiger als Gerste. Für die Anlieferung im Dezember wurden für Futterweizen 204 Euro geboten. In Südoldenburg wurden für Futterweizen zur Anlieferung im  September 213 Euro geboten und der Märztermin notiert bei 216 Euro/t. Das waren 2 Euro weniger als vor einer Woche.

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