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Börsentelegramm

Mehr Geld für Weizen und Mais, Raps schwächer

am Montag, 15.10.2018 - 11:54 (Jetzt kommentieren)

Die Weizenpreise sind in der vorigen Woche etwas gestiegen. Dagegen ist der Raps wieder unter Druck geraten. Beim Mais legen die Kurse leicht zu.

Die Notierungen für Futtergerste blieben weitgehend stabil. Der USDA-Report hatte in der vorigen Woche weder bei Weizen und Mais, noch bei Sojabohnen und Raps grundlegend neue Erkenntnisse für die Märkte gebracht.

Die aktualisierte Schätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes zur Maisernte bestätigte für Deutschland die katastrophal niedrige Erntemenge. Nach der Einschätzung des DRV deckt sich die deutsche Futterwirtschaft mit Ware aus den europäischen Nachbarländern ein.

Der Getreidehandel wird jedoch durch hohe Frachtkosten und logistische Probleme in Folge von Niedrigwasser beeinträchtigt. Da sich die Trockenheit weiter fortsetzt, ist kurzfristig sogar mit einer Verschärfung der Situation zu rechnen. Zudem beeinflusst die Trockenheit nicht nur den Getreidehandel sondern die Herbstaussaat verzögert sich ebenfalls.

Weizenpreise gehen etwas höher

Die europäischen Weizenpreise sind im Wochenvergleich gestiegen. Am  heutigen Montag beginnt der Handel an MATIF etwas schwächer. Grund ist der ebenfalls leicht nachgebende vorbörsliche Handel in den USA.

Der vordere Dezembertermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 204,75 Euro. Das waren 1,25 Euro mehr als am Vortag und zudem 1,25 Euro mehr als am Freitag der Vorwoche. Der nachfolgende Märzkontrakt 2019 wurde am Freitag mit 207,50 Euro notiert. Das war ebenfalls ein Plus von 1,25 Euro zur Vorwoche.

Am deutschen Kassamarkt haben die (nominellen) Preise im Wochenvergleich ebenfalls zugelegt. Am Exporthafen Hamburg wurde der Brotweizen am Freitag mit 206 Euro notiert und damit 2 Euro höher als vor einer Woche.

Vom wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen meldete man am vorigen Freitag für den dort angelieferten Brotweizen Preise von 202 Euro/t. Das waren ebenfalls 2 Euro mehr als in der Woche zuvor.

Am heutigen Montag beginnen die Weizenpreise den Handel an der MATIF zunächst leicht im Minus. Der Dezembertermin wird an der MATIF am Nachmittag mit 204,50 Euro notiert und damit 0,25 Euro niedriger als am Freitag.

Maispreise legen leicht zu

Die Maispreise sind am Terminmarkt im Wochenvergleich leicht gestiegen. Im laufenden Handel am Montag geht jedoch nach unten. In den USA beginnt der Mais den vorbörslichen Handel heute ebenfalls leicht im Minus.

Der vordere Novemberkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Freitag bei 174,25 Euro. Da waren 0,75 Euro mehr als am Vortag und 1,0 Euro mehr als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Januartermin beschloss den Handel am Freitag bei 176,75 Euro. Das war ebenfalls ein Plus von 1,0 Euro zur Vorwoche.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zur Auslieferung im Oktober mit 180 Euro notiert und damit 4 Euro teurer als eine Woche zuvor. Der Januartermin wird mit 182 Euro/t gehandelt. Das sind ähnliche Preise wie vor einer Woche.

Am heutigen Montag geben die Maispreise an der MATIF zunächst nach. Der vordere Novembertermin wird im mit 173,75 Euro notiert. Das ist Minus von 1,0 Euro.

Rapspreise erneut schwächer

Am Terminmarkt sind die Rapspreise vorige Woche etwas zurückgegangen. Am heutigen Montag bewegen sich die Kurse im laufenden Handel zunächst seitwärts. Die Sojapreise beginnen den vorbörslichen Handel hingegen leicht im Minus.

Der Novemberkontrakt für den MATIF-Raps beendete den Handel am Freitag bei 371,50 Euro/t. Das waren 0,50 Euro niedrigere Preise als am Vortag und zugleich 3,50 Euro weniger als eine Woche zuvor. Der nachfolgende Februartermin wurde am Freitag mit 379,25 Euro notiert. Das ist ein Wochenminus von 3,0 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Raps am vorigen Freitag mit 376 Euro notiert und damit (anders als am Terminmarkt) sogar 1 Euro höher als eine Woche zuvor.

Am heutigen Montag bewegen sich die Rapspreise an der MATIF zunächst seitwärts. Der Novembertermin wird mit 371,75 Euro notiert und damit 0,25 Euro im Plus.

Futterweizen fester, Futtergerste stabil

Wenig verändert haben sich im Wochenvergleich die Preise für Futtergerste. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Freitag bei 206 Euro/t. Das war waren ähnliche Preise wie in der Vorwoche. Für die Anlieferung im November wurden ebenfalls 206 Euro geboten.

Futterweizen notierte in Hamburg am Freitag bei 204 Euro und damit 2 Euro höher als in der Woche zuvor, jedoch 2 Euro billiger als Gerste. In Südoldenburg wurden für Futterweizen zur Anlieferung im  Oktober 219 Euro geboten. Das waren 2 Euro mehr als vor einer Woche.

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