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Börsentelegramm

Preis-Korrekturen vor USDA-Report

am Donnerstag, 08.03.2018 - 16:53 (Jetzt kommentieren)

Die Rapspreise sind am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit Anfang Februar gefallen. Am Donnerstag Nachmittag können sich die Kurse im laufenden Handel zunächst behaupten.

Kräftige Preisabschläge gab es am Mittwoch auch für den europäischen Mais. Hier können sich die Preise am Donnerstag zunächst wieder erholen. Die Weizenpreise haben am Mittwoch ebenfalls nachgegeben und drehen am Donnerstag wieder nach oben.

Der Euro hat sich am Mittwoch bei 1,241 USD behauptet. Am heutigen Donnerstag gibt der Euro im laufenden Handel um 0,3 % auf 1,238 USD nach.

In den USA haben die Weizenpreise deutlich nachgegeben. Am Mittwoch verlor der Weizen (SRW) in Chicago 1,9 %. Der proteinreiche Kansas-Weizen (HRW) ging um 1,3 % zurück. Der Sommer-Weizen in Minneapolis (HRS) beendete den Handel 1,2 % im Minus.

Die US-Maispreise schlossen am Mittwoch 0,3 % schwächer. Die Kurse für Sojabohnen gaben um 0,9 % nach. Für Sojaschrot gingen die Schlusskure noch stärker um 1,2 % zurück und Sojaöl notierte 1,2 % im Minus. Auch die Palmölpreise haben kräftig nachgegeben.

Die Rohölpreise (WTI) sind am Mittwoch um 2,2 % auf 61,15 USD gefallen. Am heutigen Donnerstag können sich die Ölpreise im laufenden Handel behaupten.

Analysten erwarten Korrekturen in Südamerika

CBOT Sojapreise

Heute Abend (Donnerstag) wird ein neuer USDA-Report den Märkten neue Daten liefern. Dabei ist der Fokus der Analysten ganz besonders auf Veränderungen der aktuellen Mais- und  Sojaernte in Brasilien und Argentinien gerichtet.

Im Vorfeld des USDA-Reports erwarteten die Analysten für Argentinien eine kräftige Korrektur der Sojaernte von 54 Mio. t auf 48,4 Mio. nach unten. Bei Mais rechnet man damit,dass das USDA die argentinische Ernte von 39,0 Mio. t auf 36,6 Mio. t nach unten setzt.

Die Analysten-Erwartung für Brasilien liegt für Soja bei 113,8 Mio. t und damit knapp 2,0 Mio. t höher als im Vormonat. Beim Mais rechnen die Analysten wegen der sehr langsamen Sojaernte und der späten Aussaat von Wintermais (Safrina) mit einer Korrektur der Ernteprognose von zuvor 95 Mio. t auf 92,2 Mio. t nach unten.

Für den Weltmarkt rechnet man ebenfalls mit einer Korrektur der globalen Maisbestände von zuvor 203 Mio. t auf 199 Mio. t. Bei Sojabohnen könnten die Endbestände von zuvor 98,1 Mio. t auf 95,3 Mio. t zurückgenommen werden. Dagegen geht man bei Weizen nur von geringen Bestandsänderungen von zuvor 266,1 Mio. t auf 265,3 Mio. t aus.

MATIF-Weizen am Mittwoch gefallen

Matif weizen

Die europäischen Weizenpreise sind am Mittwoch mit den deutlich nachgebenden US-Preisen zurückgegangen.

Der auslaufende Märzkontrakt beendete den Handel am Mittwoch bei 161 Euro/t und damit 2,0 Euro niedriger als am Vortag. Der neue Frontmonat Mai notierte am Mittwoch bei 164 Euro/t und damit 1,50 Euro im Minus.

Die Preise für die neue Ernte 2018 (September) lagen bei 169,50 Euro und damit 1,0 Euro unter den Kursen vom Vortag. Gleichzeitig waren die Preise für neue Ernte 8,50 Euro höher als für den auslaufenden Märztermin. Der nachfolgende Dezember-Weizen beendete den Handel am Mittwoch bei 173,25 Euro/t und damit 0,75 Euro niedriger als am Vortag.

Am Donnerstag Nachmittag bewegen sich die Weizenpreise im laufenden Handel leicht im Plus. Grund sind die etwas festeren Vorgaben aus den USA. Der auslaufende Märzkontrakt notiert am Nachmittag bei 162,25 Euro/t und damit 1,25 Euro im Plus. Der neue Frontmonat Mai wird zunächst mit 164,25 Euro gehandelt und damit 0,25 Euro höher. Die neue Ernte notiert bei 170,0 Euro und damit 0,50 Euro im Plus.

Maispreise am Mittwoch schwächer

Matif Mais

Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Mittwoch deutlich nachgegeben. Der neue Frontmonat Juni wurde am Mittwoch mit 161,75 Euro notiert und damit 1,75 Euro niedriger als am Vortag.

Der nachfolgende Augusttermin beschloss den Handel am Mittwoch bei 168,0 Euro und damit auf 0,75 Euro unter den Kursen vom Vortag.

Die neue Ernte 2018 (November) notierte am Mittwoch bei 167,50 Euro und damit ebenfalls 0,75 Euro im Minus. Gleichzeitig waren die Preise für die neue Maisernte 5,75 Euro höher als der neue Frontmonat Juni.

Am Donnerstag Nachmittag werden die Maispreise wieder höher gehandelt. Der neue Frontmonat Juni wird zunächst mit 163,25 Euro notiert und damit 1,50 Euro höher. Die neue Ernte (November) notiert bei 167,50 Euro je t und damit 0,50 Euro im Plus.

Rapspreise deutlich unter 350 Euro

Raps Matif

Die europäischen Rapspreise sind am Mittwoch weiter zurückgegangen und auf den niedrigsten Stand seit Anfang Februar gerutscht.

Der vordere Maitermin 2018 notierte am Mittwoch bei 348,50 Euro und damit 3,25 Euro niedriger als am Vortag.

Die neue Rapsernte (August 2018) beendete den Handel am Mittwoch mit 346,0 Euro und damit 2,75 Euro niedriger. Außerdem handelte man die neue Ernte 2,50 Euro niedriger als den vorderen Maitermin.

Der nachfolgende Novemberkontrakt 2018 wurde am Mittwoch mit 349,50 Euro notiert und damit 2,25 Euro niedriger.

Am Mittwoch Nachmittag können sich die Rapspreise nach schwachen Beginn behaupten. Der Maitermin wird mit 348,25 Euro gehandelt und damit 0,25 Euro niedriger. Die neue Ernte (August) wurde mit 346,50 Euro notiert und damit 0,50 Euro im Plus.

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