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Börsentelegramm

Scharfe Korrektur an den Terminmärkten

am Freitag, 15.06.2018 - 14:30 (Jetzt kommentieren)

Mit drastischen Preiskorrekturen an den US-Terminmärkten geht die Woche zu Ende. Auch in Europa folgen die Preise den schwachen Vorgaben aus Übersee

CBOT Soja

Auslöser für den Preisrutsch sind die ausgezeichneten Wachstumsbedingungen für Mais und Soja im Mittelwesten der USA. Das letzte Crop-Monitoring des USDA war erheblich besser als im vorigen Jahr und die aktuellen Ertragssausichten sind sehr hoch.

Zudem hat die private Analystenfirma Informa Economics ihre Anbauschätzung sowohl für Maisfläche als auch für den Sojaanbau nach oben korrigiert. Damit könnte auch die kommende Ernte größer ausfallen als bislang erwartet.

Beim Weizen geraten die Preise in den USA wegen des aufkommenden Angebotsdrucks aus der bereits auf vollen Touren laufenden Ernte im Süden des Landes unter Druck. Auch die hohen Ernteprognosen für die US-Sommerweizenernte drücken in dem fallenden Markt auf die Kurse.

Diese Entwicklung zieht auch die Preise in Europa mit nach unten. Auch wenn die Ernteprognosen hierzulande sowohl bei Getreide als auch bei Raps immer schlechter werden.

US-Märkte brechen ein

CBOT weizen

Am gestrigen Donnerstag haben die US-Weizenpreise in Chicago 2,9 % nachgegeben. Seit Dienstag ging es sogar um 7 % nach unten. Am heutigen Mittwoch setzt sich die Korrektur weiter fort.

Der proteinreiche Kansas-Weizen verlor am Donnerstag 3,1 %. Die Kurse für den Sommer-Weizen in Minneapolis gingen um 1,0 % zurück. Die US-Maispreise beendeten den Handel am Donnerstag 3,5 % im Minus und sind seit Dienstag um 4,5 % gefallen.

Die Preise für Sojabohnen gingen am Donnerstag um 1,0 % nach unten und sind seit Dienstag um 4,5 % abgestürzt.Für Sojaschrot sind die Kurse gestern um 0,9 % gefallen, während die Preise für Sojaöl um 0,2 % zulegten.

Im laufenden Handel am Freitag geben die Preise für Weizen, Mais und Soja in den USA weiter nach und ziehen auch die Kurse in Europa mit nach unten.

Die Rohölpreise (WTI) haben am Donnerstag um 0,1 % auf 66,9 USD je Barrel zugelegt. Der Euro hat am Donnerstag erneut nachgegeben und ist um 1,5 % auf 1,159 USD gefallen.

MATIF-Weizen fällt unter 180 Euro

Matif Weizen

Die europäischen Weizenpreise haben sich am Donnerstag knapp behauptet. Der weiter nachgebende Euro hat den europäischen Markt gestützt. Am heutigen Freitag geben die Kurse jedoch deutlich nach.

Die vordere Septembertermin wurde am Donnerstag mit 180,25 Euro gehandelt und damit unverändert zum Vortag. Gleichzeitig sind die Kurse seit Dienstag 3,25 Euro zurückgegangen.

Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Donnerstag mit 184 Euro notiert und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag. Der Märzkontrakt 2019 beendete den Handel bei 186,50 Euro/t und damit ebenfalls 0,25 Euro im Minus.

Am heutigen Freitag geben die Weizenpreise im laufenden Handel (unter dem Druck der fallenden US-Preise) deutlich nach. Der vordere Septembertermin wird am Nachmittag (14:00 Uhr) nur noch mit 178,75 Euro gehandelt und damit 1,50 Euro niedriger und deutlich unter der 180-Euro-Marke. Der nachfolgende Dezember notiert bei 182,50 Euro und damit ebenfalls 1,50 Euro im Minus.

Maispreise drehen nach unten

Mais matif

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Donnerstag vor allem für die hinteren Termine zurückgegangen. Am Freitag geht es mit den nachgebenden US-Preisen auch für den Matif-Mais weiter nach unten.

Der vordere Augustkontrakt notierte am Donnerstag bei 166,75 Euro und damit unverändert zum Vortag.

Die neue Ernte 2018 (November) beendete den Handel am Donnerstag bei 169 Euro. Damit sind die Preise zum Vortag um 1,50 Euro gefallen. Der nachfolgende Januartermin 2019 wurde am Donnerstag mit 172,25 Euro gehandelt und damit 0,75 Euro niedriger als am Vortag.

Am heutigen Freitag geben die Maispreise im laufenden Handel weiter nach. Der vorderen Augusttermin wird mit 166 Euro notiert und damit 0,75 Euro niedriger. Die neue Ernte (November) handelt man mit 168,75 Euro je t und damit 0,25 Euro im Minus

Rapspreise am Freitag schwächer

Matiif Raps

Die Rapspreise sind  am Donnerstag noch gestiegen. Am Freitag korrigieren die Notierungen mit den fallenden Sojapreisen jedoch deutlich nach unten.

Der Augustkontrakt (neue Ernte) notierte am Donnerstag bei 351,75 Euro und damit 2,25 Euro höher. Der nachfolgende Novemberkontrakt wurde mit 358,25 Euro notiert und damit 2,0 Euro im Plus.

Den Februarkontrakt 2019 handelte man mit 363 Euro und damit 2,50 Euro höher.

Am heutigen Freitag geben die Rapspreise im laufenden Handel jedoch wieder nach. Die neue Ernte (August) wird  am Nachmittag mit 350,50 Euro notiert und damit 1,25 Euro im Minus. Der Novembertermin wird mit 375,75 Euro gehandelt und damit 0,50 Euro niedriger.

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