Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Börsentelegramm

Schlechte Ernte treibt Getreidepreise nach oben

am Donnerstag, 19.07.2018 - 16:50 (Jetzt kommentieren)

Die europäischen Weizenpreise waren am Mittwoch leicht zurückgegangen, nachdem die Kurse am Dienstag auf den höchsten Stand seit einem Jahr geklettert waren

Am Donnerstag ziehen die Notierungen im laufenden Handel jedoch wieder an. Raps und Mais legten an der MATIF am Mittwoch und am Donnerstag ebenfalls zu. Grund für die steigenden Preise sind die sehr schlechten Ernteergebnisse in Deutschland und Europa.

Diese zum Teil katastrophalen Ernte-Ergebnisse sorgen für eine spürbare Zurückhaltung der Landwirte beim Verkauf der neuen Ernte. Die Ware am Kassamarkt ist deshalb extrem knapp und Lieferkontrakte werden kaum abgeschlossen. Händler und Verarbeiter finden deshalb kaum Ware. Die Preisangebote für Weizen, Raps und  Futtergetreide ziehen am Kassamarkt deshalb weiter an.

Die Rohölpreise (WTI) sind am Mittwoch um 1,0 % auf 68,76 USD je Barrel gestiegen, gehen aber am Donnerstag schon wieder zurück. Der Euro hat um 0,2 % auf 1,169 USD nachgegeben und fällt am Donnerstag weiter.

Weizenpreise auf dem Weg nach oben

Matif weizen

Die europäischen Weizenpreise hatten am Mittwoch am Terminmarkt nachgegeben, nachdem die Kurse am Dienstag auf den höchsten Stand seit einem Jahr geklettert waren. Ursache für die steigenden Preise sind die schwachen Ernteergebnisse und die sehr knappe Versorgung am physischen Markt. Am Kassamarkt sind die (nominellen) Preise am Mittwoch gestiegen und bewegen sich am Donnerstag seitwärts.

Der vordere Septembertermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Mittwoch bei 186 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag. Mit 187 Euro hatte der Weizen am Dienstag ein neues Jahreshoch erreicht. Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Mittwoch mit 187,75 Euro notiert. Das war ein Minus von 0,75 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wird der Brotweizen am Donnerstag mit 187 Euro notiert. Das sind die gleichen Preise wie am Vortag. Für die Anlieferung im September lagen die Preisangebote bei 189 Euro und damit 3 Euro über den Terminmarktkursen.

Vom wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen meldete man am Mittwoch  für den dort angelieferten Brotweizen Preise von 188 Euro.

Am heutigen Donnerstag legen die Weizenpreise an der MATIF im laufenden Handel weiter zu, obwohl die Kurse in den USA etwas schwächer starten. Der Septembertermin wird zunächst mit 186,75 Euro notiert und damit 0,75 Euro höher als am Vortag. Der Dezemberweizen wird mit 188,25 Euro gehandelt. Das ist ebenfalls  ein Plus von 0,50 Euro.

Europäische Maispreise legen zu

MATIF Mais

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch gestiegen. Die Maispreise in den USA haben ebenfalls leicht zugelegt. Der Ausblick auf die europäische Maisernte ist noch sehr unsicher. Allerdings drückt die Dürre in Deutschland  die Produktionserwartungen weiter nach unten.

Der vordere Augustkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Mittwoch bei 171,25 Euro und damit 0,50 Euro höher als am Vortag. Die neue europäische Maisernte (November) notierte zum Handelsschluss bei 174,25 Euro. Damit sind die Kurse um 1,0 Euro gestiegen.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais in dieser Woche mit 186,50 Euro notiert. Die Preisvorstellungen für den Mais der neuen Ernte lagen in Hamburg bei 182 Euro. Die aktuellen Maispreise in Südoldenburg wurden mit 190 Euro angegeben.

Am Donnerstag beginnen die Maispreise den Handel an der MATIF leicht im Plus. Der Augusttermin wird im mit 172 Euro notiert. Das ist ein Aufschlag von 0,75 Euro. Die neue Ernte (November) wird mit 174,75 Euro je t gehandelt. Das ist ein Plus von 0,50 Euro.

Rapspreise steigen weiter

Matif Raps

Die Rapspreise sind am Mittwoch an der MATIF gestiegen. Auch die Sojapreise haben etwas zugelegt. Zudem beeinflussen die extrem schlechten Ernteaussichten in Deutschland und Europa die aktuelle Entwicklung am Kassamarkt.  

Der Augustkontrakt (neue Ernte) für den MATIF-Raps beendete den Handel am Mittwoch bei 360,50 Euro. Das war ein Plus von 0,25 Euro. Der nachfolgende Novemberraps wurde mit 367 Euro notiert. Das war ein Plus von 2,0 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wird für Raps am Donnerstag 363 Euro geboten. Das ist ein Abschlag von 1,0 Euro. Für die Anlieferung im September lagen die Angebotspreise bei 365 Euro und damit ebenfalls 1,0 Euro höher als am Vortag..

Am heutigen Donnerstag beginnen die Rapspreise den Handel am Terminmarkt erneut im grünen Bereich. Die neue Ernte (August) wird zunächst mit 362,50 Euro notiert und damit 2,0 Euro höher. Der Novemberraps wird mit 369,50 Euro gehandelt. Da ist ebenfalls ein Aufschlag von 2,50 Euro.

Futtergerste so teuer wie Weizen

Knapp und teuer ist derzeit auch Futtergerste. In Hamburg liegen die Preise für die die vordere Ware bei 185 Euro/t. Seit Ende Juni sind die Preise damit um 15 Euro je t gestiegen. Für die Anlieferung im September werden derzeit sogar 187 Euro geboten.

Futterweizen notiert in Hamburg ebenfalls bei 185 Euro und damit auf dem gleichen Niveau wie Gerste. Seit End Juni sind die Kurse um 12 Euro/t gestiegen. Für die Anlieferung im September werden für Futterweizen 187 Euro geboten. 

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...