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Börsentelegramm

US-Börse zieht Getreidepreise ins Minus

am Montag, 09.07.2018 - 17:30 (Jetzt kommentieren)

Am Montag geben die Getreide- und Rapspreise in Europa nach. Grund sind die fallenden Kurse für Weizen, Mais und Sojabohnen in den USA.

Offenbar beschäftigen die Folgen des Handelskrieges der USA mit China (und anderen Ländern) auf den Außenhandel die Märkte.

Außerdem positionieren sich die Anleger vor dem am Donnerstag Abend anstehenden USDA-Report. Dieser dürfte Landwirten und Analysten zahlreiche neue Erkenntnisse über die neue Weizen- und Gerstenernte auf der Nordhalbgugel geben. Auch die neuen Daten über die erwartete Mais- und Sojaernte in den USA.

In Europa dürfte außerdem das französische Landwirtschaftsministerium seine erste Schätzung zur bevorstehenden Weizenernte abgeben und zudem die Ernte-Prognosen für Wintergerste und Raps aktualisieren.

In Deutschland wird außerdem der Deutsche Raiffeisenverband seine Einschätzung zu den Folgen der extremen Dürre auf Erträge und Produktion bei den Hauptkulturen veröffentlichen. Damit ist in dieser Woche für reichlich Stoff an den Märkten gesorgt und die Kurse könnten kräftig schwanken.

US-Markt rutscht nach unten

Am heutigen Montag starten die Weizenpreise deutlich schwächer in den Handel. Auch die Preise für Mais und Sojabohnen rutschen am Montag weit ins Minus. Grund dürfte vor allem der Handelskrieg mit China und die befürchteten Exporteinbußen sein.

Am Freitag waren die US-Weizenpreise in Chicago je nach Termin um 1,7 % bis 2,0 % gestiegen. Der proteinreiche Kansas-Weizen kletterte um 2,2 %. Die Notierungen für Sommer-Weizen legten um 1,7 bis 2,1 % zu.

Außerdem beendeten die US-Maispreise den Handel am Freitag mit einem kräftigen Plus von 2,4 %. Die Preise für Sojabohnen machten sogar einen Sprung von 4,6 % nach oben.

Die Rohölpreise (WTI) sind am Freitag um 1,1 % auf 73,80 USD je Barrel gestiegen. Der Euro hat um 0,6 % auf 1,175 USD zugelegt.

Euro drückt auf die MATIF-Weizenpreise

Die europäischen Weizenpreise sind am Freitag zurückgegangen. Grund war offenbar der sehr feste Euro und die Befürchtung der Anleger, dass die Aufwertung der europäischen Währung den Export abwürgen könnte. Der Umsatz ging am Freitag spürbar zurück.

Der vordere Septembertermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Freitag bei 185,25 Euro und damit 1,50 Euro niedriger. Am Freitag waren die Kurs auf ein neues Jahreshoch geklettert. Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Freitag mit 188,25 Euro notiert. Das war ebenfalls ein Minus von 1,50 Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Brotweizen am Montag mit 181 Euro notiert. Für die Anlieferung im September lagen die Preisvorstellungen bei 185 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche haben sich die Kassapreise damit nicht verändert. 

Am heutigen Montag geben die Weizenpreise an der MATIF zum Handelsbeginn erneut nach. Gründe sind der anhaltend feste Euro und der deutlich schwächere US-Weizen. Der vordere Septembertermin wird am Nachmittag mit 184,75 Euro notiert und damit nochmals 0,50 Euro niedriger. Der Dezemberweizen wird mit 187,50 Euro gehandelt. Das ist ein Abschlag von 0,75 Euro.

Maispreise rutschen ebenfalls in Minus

Die Maispreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Freitag behauptet. Am heutigen Montag geben die Kurse nach.

Der vordere Augustkontrakt notierte am Freitag bei 171,75 Euro und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag. Die neue europäische Maisernte 2018 (November) beendete den Handel bei 174,75 Euro. Damit haben die Preise um 0,25 Euro zugelegt.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zuletzt mit 189 Euro notiert. Die aktuellen Maispreise in Südoldenburg wurden mit 191 Euro angegeben. Die Preisvorstellungen für den Mais der neuen Ernte lagen in Hamburg bei 176 Euro.

Am heutigen Montag beginnen die Maispreise den Handel an der MATIF schwächer. Der Augusttermin wird im laufenden Handel mit 171 Euro notiert. Da ist ein Minus von 0,75 Euro. Die neue Ernte (November) wird mit 174 Euro je t gehandelt. Das ist ein ebenfalls Abschlag von 0,75 Euro.

Rapsreise am Montag schwächer

Die Rapspreise sind am Freitag an der MATIF zurückgegangen, obgleich es für Sojabohnen kräftig nach oben ging. Am heutigen Montag bewegen sich die Rapspreise im Sog der fallenden Sojapreise nach unten.

Der Augustkontrakt (neue Ernte) notierte am Freitag an der MATIF bei 361,75 Euro. Das war ein Abschlag von 0,75 Euro. Der nachfolgende Novemberraps wurde mit 367,75 Euro notiert. Das war ein Minus von 1,25Euro.

Am Kassamarkt in Hamburg werden für Raps am  heutigen Montag 357 Euro geboten. Für die Anlieferung im September lagen die Angebotspreise bei 361 Euro.

Am heutigen Montag bewegen sich die Terminmarkpreise weiter nach unten. Die neue Ernte (August) wird am Nachmittag mit 359,50 Euro notiert und damit 2,25 Euro im Minus. Der Novembertermin wird mit 365,25 Euro gehandelt. Da ist ein Abschlag von 2,50 Euro.

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