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Börsentelegramm

US-Crop-Monitoring drückt Getreidepreise

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am Dienstag, 08.05.2018 - 10:06 (Jetzt kommentieren)

Am Montag haben sich die Rapspreise für die neue Ernte knapp behauptet. Der Weizen hat im Sog der schwächeren US-Preise hingegen deutlich nachgegeben. Die Maispreise notierten am Montag leicht schwächer.

CBOT weizen

Der Euro hat am Montag nochmals um 0,3 % auf 1,1929 USD nachgegeben. Am heutigen Dienstag gehen die Eurokurse im vorbörslichen Handel weiter auf 1,19245 USD zurück. 

In den USA hat sich das Aussaattempo insbesondere bei Mais und Soja, aber  auch bei Sommerweizen, erheblich beschleunigt. Das Crop-Monitoring beim Winterweizen hat sich ebenfalls leicht verbessert. Der Anteil der Pflanzen mit beginnender Ährenbildung hat deutlich zugenommen. Die Folge dieser Entwicklung war eine kräftige Preiskorrektur bei Weizen, Sojabohnen und Mais.

Am Donnerstag wird ein USDA-Report erste Daten zur den erwarteten Erntemengen in den USA und weltweit bringen. Die US-Weizenpreise haben den Handel am Montag in Chicago mit einem kräftigen Minus von 2,6 % beendet. Der proteinreiche Kansas-Weizen brach um 3,0 % ein. Der Sommer-Weizen in Minneapolis ging um 2,0 % nach unten.

Die US-Maispreise beendeten den Handel am Montag 1,4 % im Minus. Die Preise für Sojabohnen gaben um 2,4 % nach. Für Sojaschrot sind die Kurse um 2,4 % zurückgegangen. Dagegen konnten die Preise für Sojaöl um 0,4 % zulegen.

Am heutigen Dienstag beginnt der Handel in Chicago für Weizen und Mais leicht schwächer. Bei Soja startet der Markt im grünen Bereich.

Die Rohölpreise (WTI) sind am Montag nochmals um 1,4 % auf 70,73 USD je Barrel gestiegen. Am heutigen Dienstag geben die Ölpreise im vorbörslichen Handel auf 70,05 USD nach.

Preisrutsch in den USA drückt auf MATIF-Weizen

Matif Weizen

Die europäischen Weizenpreise haben am Montag nachgegeben. Ursache für den schwachen Wochenstart waren die weiter fallenden Weizenpreise in den USA.

Der leicht verbesserte Zustand des US-Winterweizens und das deutlich anziehende Aussaattempo bei Sommerweizen setzten die Weizenpreise in den USA unter Druck. Der schwächere Euro verhindert wohl einen noch stärkeren Preisrückgang.

Die vordere Septembertermin (neue Ernte) wurde am Montag mit 173,75 Euro gehandelt und damit 1,75 Euro niedriger als am Vortag.

Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Montag mit 176,75 Euro notiert und damit 1,50 Euro schwächer.

Der Märzkontrakt 2019 beendete den Handel am Montag bei 179,50 Euro/t und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag.

Europäische Maispreise mit leichtem Minus

Matif Mais

Die Maispreise konnten sich am europäischen Terminmarkt trotz der deutlich schwächeren US-Preise knapp behaupten. In den USA hatte die Maisaussaat in der vorigen Woche einen sehr kräftigen Sprung gemacht.

Etwa 39 % der geplanten Fläche waren Ende der vorigen Woche bestellt, nach 17 % in der vorigen Woche und 44 % im langjährigen Mittel. Diese Entwicklung setzte die US-Preise unter Druck.

Der vordere Junikontrakt notierte am Montag bei 166,50 Euro und damit 0,50 niedriger als am Vortag.

Der nachfolgende Augusttermin wurde mit 171,25 Euro gehandelt und damit ebenfalls 0,50 Euro im Minus.

Die neue Ernte 2018 (November) beendete den Handel am Montag bei 170,50 Euro. Das war ein Abschlag von 0,25 Euro zum Vortag.

Rapspreise knapp behauptet

Matif Raps

Die Rapspreise für die neue Ernte haben sich Montag zunächst noch behauptet, obwohl die Sojapreise kräftig gefallen sind. In den USA war hat sich das Aussaattempo jedenfalls spürbar erhöht. Etwa 15 % der geplanten Fläche waren Ende der vorigen Woche bestellt, nach 5 % in der vorigen Woche und 13 % im langjährigen Mittel.

Die Analysten von Strategie Grains schätzten die neue europäische Rapsernte am Montag von zuvor 22,5 Mio. t auf 22,2 Mio. t leicht nach unten. Grund ist die Frühjahrs-Trockenheit in einigen wichtigen Anbauländern und die nach unten gesetzten Ertragserwartungen. Die europäische Sojaernte wurde unverändert auf 2,8 Mio. t veranschlagt.

Der vordere Augustkontrakt notierte am Montag bei 348,25 Euro und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag.

Der nachfolgende Novemberkontrakt wurde am Montag mit 354,50 Euro notiert und damit ebenfalls 0,25 Euro niedriger als am Vortag.

Den Februarkontrakt 2019 handelte man am Montag mit 358,75 Euro und damit  ebenfalls 0,25 Euro niedriger als am Vortag.

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