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Börsentelegramm

Weizen im Plus, Raps schwach, Mais seitwärts

am Montag, 29.01.2018 - 10:25 (Jetzt kommentieren)

Am Freitag haben sich die Rapspreise auf sehr niedrigem Niveau behauptet. Die europäischen Weizenpreise haben leicht zugelegt und die Maispreise haben sich kaum verändert.

Weizenpreise CBOT

Stark beeinflusst wird die Preisentwicklung in Europa  und in den USA weiterhin von der Entwicklung der Wechselkurse. Während der Euro auf Freitag auf ein neues Dreijahreshoch von 1,2439 USD kletterte, sackte der USD weiter ab. Damit haben sich die europäischen Exporte jedoch weiter verteuert und Importe wurden billiger.

Am Terminmarkt in Chicago sind die Weizenpreise am Freitag wegen des schwachen US-Dollars und der anhaltenden Trockenheit in den südlichen Anbaugebieten um 1,5 % auf den höchsten Stand seit Mitte November gestiegen. Die Preise für den proteinreichen Kansas-Weizen legen sogar um 1,8 % zu. In Minneapolis notierten die Preise für den dort gehandelten Sommer-Weizen 0,5 % höher.

Die Maispreise sind in Chicago am Freitag ganz leicht um 0,4 % gestiegen. Dagegen gaben die Sojapreise, nach 9 Handelstagen mit steigenden Preisen, um 0,7 % nach und für Sojaschrot gingen die Preise um 1,4 % zurück. Grund waren leichte Niederschläge in Nordargentinien und Südbrasilien sowie technisch bedingte Gewinnmitnahmen. Die Preise für Sojaöl sind hingegen um 0,9 % gestiegen und auch für Palmöl lagen die Kurse leicht im Plus.

Am heutigen Montag startet der Weizen in Chicago erneut deutlich im Plus. Die Maispreise legen zum Handelsbeginn leicht zu und die Sojabohne beginn die neue Woche ebenfalls mit kräftigen Preisaufschlägen.

MATIF-Weizenpreise leicht erholt

Weiznepreise MATIF

Die europäischen Weizenpreise sind Freitag gestiegen. Ursache waren die weiter kräftig steigenden Weizenpreise in den USA. Gleichzeitig verhindert der auf einem Dreijahreshoch befindliche Euro einen kräftigeren Preisanstieg.

Der Märzkontrakt 2018 beendete den Handel am Freitag mit 157,25 Euro/t und damit 0,75 Euro höher. Im Vergleich zur Vorwoche (155,25 Euro) waren die Preise 2,0 Euro höher.

Der nachfolgende Maikontrakt 2018 beschloss den Handel bei 160,25 Euro/t und damit sogar 1,0 Euro im Plus.

Die Preise für die neue Ernte 2018 (September) lagen bei 165,25 Euro und damit 0,75 Euro höher als Vortag. Gleichzeitig waren die Preise für neue Ernte 8,0 Euro höher als für den vorderen Märztermin.

MATIF-Maispreise verändern sich kaum

Maispreise MATIF

Die Maispreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Freitag nur wenig verändert. Der sehr feste Euro verbilligt die der Europäer und drückt damit auch auf die Maispreise am Binnenmarkt.

Der vordere Märzkontrakt für den Matif-Mais notierte am Freitag bei 151,50 Euro und damit 0,25 Euro höher als am Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche (152 Euro) waren die Preise 0,50 Euro niedriger.

Der nachfolgende Junitermin wurde am Freitag mit 158,75 Euro gehandelt und damit 0,50 Euro höher.

Die Preise für die neue Ernte 2018 (November) lagen am Freitag bei 165,0 Euro und 0,50 Euro höher als am Vortag und immerhin 13,50 Euro höher als der vordere Märztermin.

Rapspreise verharren auf Tiefstand

Rapspreise MATIF

Die europäischen Rapspreise haben sich am Freitag auf sehr niedrigem Niveau behauptet und befinden sich damit weiterhin auf einem Dreijahrestief. Grund für die Preisschwäche ist insbesondere der feste Euro, der die Importe von Rapssaat und von Pflanzenöl verbilligt.

Der vordere Februartermin 2018 notierte am Freitag bei 341,25 Euro und damit unverändert zum Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche (345,50 Euro) waren die Preise nochmals 4,25 Euro niedriger.

Der Maitermin 2018 wurde am Freitag mit 345,0 Euro notiert und damit 0,25 Euro höher als am Vortag.

Die neue Rapsernte (August 2018) beendete den Handel am Freitag mit 344,50 Euro und damit 0,50 Euro niedriger. Außerdem handelte man die neue Ernte 3,25 Euro höher als den vorderen Februartermin.

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