Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Börsentelegramm

Weizen überspringt Marke von 190 Euro

Weizenernte
am Montag, 23.07.2018 - 09:26 (Jetzt kommentieren)

Der Weizenkurs an der Pariser Terminbörse Matif steigt weiter. Am Freitag erreichte der Frontmonat den höchsten Stand seit drei Jahren. Die weiter reduzierten Ernteerwartungen in weiten Teilen von Europa, Russland und Australien finden zunehmend Niederschlag in den Notierungen. Auch in den USA haben die Bullen das Zepter in der Hand. Weizen und Mais legten hier ordentlich zu und auch die Sojabohne konnte kleinere Gewinne einfahren.
Heute morgen stehen die Zeichen im elektronische Handel in Chicago durchweg weiter auf grün. Lediglich im Weizenhandel deuten sich Gewinnmitnahmen an.

Weizen legt kräftig zu

Der Weizenhandel startete am Freitag in Paris eine Rallye. Aufgrund der teils deutlich reduzierten Ertragserwartungen in weiten Teilen Europas stieg der Frontmonat September nach einem Plus von 1,7 % auf 191,25 Euro/t. Er erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren.

Die geringe Ernte in den Trockengebieten kann meist relativ problemlos in der Landwirtschaft gelagert werden, sodass kein Erntedruck aufkommt. Die Erzeuger setzen auf steigende Priese und halten sich mit Verkäufen zurück. Dazu scheint sich die Hoffnung auf besser als erwartete Erträge in Frankreich nicht wirklich zu betätigen. Die Kassamarktpreise in Deutschland sprechen mit teils ordentlichen Aufschlägen auf die Börsenkurse für Futter- wie auch für Brotweizen eine deutliche Sprache.

Der Dezemberkontrakt legt mit einem Gewinn von 2,1 % auf 193,25 Euro/t noch etwas mehr zu. Auch in den USA ging es mit einem Plus von 2,3 % auf 5,16 USD/bu für den Septemberkontrakt kräftig bergauf.

Trockenheit treibt auch den Mais

Der Mais schloss sich am Freitag dem Aufwärtstrend bei Weizen an. In Europa gibt es aufgrund der anhaltenden Trockenheit auch für den Mais zunehmend Probleme. In den USA lieferten die Aussicht auf Trockenheit und gute Exportanmeldungen eine breite Unterstützung. Außerdem wird die zunehmende Futterknappheit in Europa als bullisches Argument gehandelt.

In Paris erreichte der Novemberkontrakt nach einem Plus von 1,1 % auf 177,50 Euro/t den höchsten Stand seit einem Jahr. In Chicago settelte der Septembermais nach dem siebten positiven Tag in Folge und einem Tagesgewinn von 1,2 % bei 3,5525 USD/bu.

Sojabohne erholt sich leicht

Der Sojakomplex zeigte sich am Freitag durchwachsen. Der Handelskonflikt der USA mit China begrenzt den Spielraum der Händler. Die Bohne konnte auch den letzten Handelstag der Woche mit einem kleinen Plus von 0,4 % auf 8,4975 Euro/t positiv beenden und sich damit weiter von dem Tief am Freitag der Vorwoche distanzieren.

Das Schrot zeigte sich am Freitag wieder leicht schwächer und bleibt damit auf niedrigem Niveau.

Sojaöl war nach dem kurzen Rücksetzer vom Vortag dagegen wieder positiv gestimmt und legt um 1,4 % zu.

Raps gibt etwas nach

Der Raps an der Matif konnte nicht von der positiven Grundstimmung profitieren. Die extrem schwachen Erntemeldungen mit Erträgen von teilweise unter 2 t/ha in den Trockengebieten scheinen noch nicht wirklich bei den Börsianern angekommen zu sein. Der Augustkontrakt korrigierte leicht um 0,1 % auf 360 Euro/t.

Der Canola-Frontmonat November in Winnipeg gab nach vier positiven Tagen am Freitag um 1,6 % nach und settelte bei 490,30 CAD/t. Als Hauptgrund für die Gewinnmitnahmen wird hier der feste kanadische Dollar genannt.

Das Palmöl in Malaysia beendet die Woche mit einer leichten Schwäche und bleibt damit Opfer des derzeit überversorgten Pflanzenölmarktes.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...