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Börsentelegramm

Weizenpreise korrigieren nach unten

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am Dienstag, 21.08.2018 - 12:47 (Jetzt kommentieren)

Mit deutlichen Preisabschlägen startete der europäische Weizen in die neue Woche. Auch beim Mais und beim Raps bewegt sich der Markt zunächst nach wieder etwas unten.

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Auslöser für den Preisrückgang beim Weizen sind die kräftigen Preiskorrekturen in den USA. Dort hatten Analysten zunächst über mögliche Exportbeschränkungen Russlands spekuliert und damit am Ende der vorigen Woche einen kräftigen Preisanstieg ausgelöst.

Vor einem möglichen Inkrafttreten einer mengenmäßigen Ausfuhrbegrenzung, dürften die russischen Exporteure jedoch deutlich mehr Ware auf den globalen Markt schieben, erwarteten jedenfalls einige große Getreidehändler. Das wiederum könnte die internationalen Weizenpreise (zeitweise) unter Druck setzten und sorgte deshalb an den Terminmärkten für die aktuelle Korrektur.

Beim Mais und bei Raps resultiert die Preisschwäche im laufenden Handel am heutigen Dienstag ebenfalls aus den schwächeren Vorgaben aus Übersee. Im Mittelwesten der USA hatten Regenfälle zuletzt die Ertragserwartungen für beide Kulturen wieder verbessert. Die Märkte reagierten darauf mit einer Reduzierung der Risikoprämien für Mais und Soja.

Der Euro hat am gestrigen Montag trotz der schwachen türkischen Lira um 0,2 % auf 1,149 USD zugelegt und steigt am Dienstag weiter. Die Rohölpreise (WTI) sind am Montag um 0,5 % auf 72,21 USD je Barrel gestiegen.

Weizenpreise korrigieren nach unten

Taschenrechner vor Weizenlager

Die europäischen Weizenpreise sind am Montag zurückgegangen und geben am Dienstag im laufenden Handel weiter nach. Auslöser für die Preiskorrektur sind die nachgebenden Weizenpreise in den USA sowie der feste Euro.

Der vordere Septembertermin für den MATIF-Weizen beendete den Handel am Montag bei 209 Euro. Das sind 2,50 Euro weniger als am Vortag. Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde mit 211,75 Euro notiert. Das war ein Minus von 3,0 Euro.

Am deutschen Kassamarkt haben sich die (nominellen) Preise am Montag seitwärts bewegt. Angesichts der fallenden Terminmarktkurse dürften die Kassapreise jedoch am Dienstag nachgeben. Am Exporthafen Hamburg wurde der Brotweizen am Montag mit 214 Euro notiert und damit eben so teuer wie am Vortag. Für die Anlieferung im September lagen die Angebote bei 216 Euro und damit 7 Euro über den vorderen Terminmarktkursen (September).

Vom wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen meldete man am Montag für den dort angelieferten Brotweizen Preise von 211 Euro/t. Das waren 3 Euro weniger als am Vortag.

Am heutigen Dienstag geben die Weizenpreise im laufenden Handel weiter nach. In den USA bewegen sich die Weizenpreise ebenfalls nach unten. Der Septembertermin wird an der MATIF am Diensatg Mittag mit 206 Euro notiert und damit nochmals 3,0 Euro niedriger als am Vortag.

Maispreise geben ebenfalls etwas nach

Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag leicht nachgegeben und verlieren im laufenden Handel am Dienstag weiter.

Der vordere Novemberkontrakt für den MATIF-Mais notierte am Montag bei 189,50 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag. Der nachfolgende Januartermin beschloss den Handel bei 190,50 Euro. Das war ein Minus von 0,75 Euro/t.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais der neuen Ernte zuletzt mit 198 Euro notiert. Die Maispreise in Südoldenburg wurden hingegen mit 206 Euro angegeben.

Am heutigen Dienstag beginnen die Maispreise den Handel an der MATIF erneut im Minus. Die neue Ernte (November) wird im mit 188,0 Euro notiert. Das ist ein weiterer Abschlag von 1,50 Euro.

Rapspreise folgen Sojabohnen

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Die Rapspreise hatten am Montag an der MATIF mit den Sojabohnen noch leicht zugelegt. Am Dienstag geben die Kurs im laufenden Handel jedoch nach. Auslöser sind die (witterungsbedingt) ebenfalls nachgebenden Sojapreise.

Der Novemberkontrakt für den MATIF-Raps beendete den Handel am Montag bei 384,25 Euro/t. Das war ein Aufschlag von 0,50 Euro. Der nachfolgende Februartermin wurde mit 382,25 Euro notiert. Das waren unveränderte Preise.

Am Kassamarkt in Hamburg wurden für Raps am Montag 387 Euro geboten und damit 1 Euro mehr als am Vortag. Für die Anlieferung im September lagen die Angebotspreise bei 388 Euro.

Am heutigen Dienstag folgen die Rapspreise im laufenden Handel den Sojapreisen nach unten. Der November wird mit 383 Euro notiert und damit 1,50 Euro im Minus. Der Februarraps wird mit 381,50 Euro gehandelt. Da ist ein Abschlag von 0,75 Euro.

Futtergerste weiterhin teuer als Weizen

Knapp und teuer bleibt auch zum Beginn der Woche die Futtergerste. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Montag bei 215,50 Euro/t. Das war ein Preisaufschlag von 1,0 Euro gegenüber dem Vortag. Für die Anlieferung im September wurden ebenfalls 215,50 Euro geboten.

Futterweizen notierte in Hamburg am Montag unverändert bei 212 Euro/t. Das waren zudem 3,50 Euro niedrigere Presie als für Gerste. Zur Anlieferung im September wurden für Futterweizen 214 Euro geboten.

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