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Börsentelegramm

Weizenpreise kräftig im Plus, Raps macht Miese

Ähren und Preiskurve
am Montag, 18.03.2019 - 14:40

Die Weizenpreise haben sich kräftig erholt. Rund neuen Euro teurer wurde der europäische Weizen im Verlauf der Woche.

Die Preise für die neue Weizenernte haben von diesem kräftigen Sprung allerdings wenig profitiert. Sie legten lediglich um 3,50 Euro zu. Ursachen für die Preiserholung sind einmal der deutlich belebte Drittlandexport von europäischem Weizen – leider nicht von Gerste – und der kräftige Preisanstieg in den USA. 

In Nordamerika haben Analysten ihre Anbauschätzungen für Sommerweizen zuletzt nämlich kräftig nach unten korrigiert. Der lange und sehr harte Winter mit der gewaltigen Polarkälte, hatte den Boden sehr tief frieren lassen (auch in Kanada). Das macht die Aussaat in einigen Bundesstaaten offenbar erst sehr spät oder gar nicht mehr möglich. Das drückt natürlich auch auf die Ernteprognosen.

Hinzu kommen schwere Überschwemmungen im Mittelwesten (Nebraska) und entlang des Missourideltas. Diese sorgen offenbar für  lang anhaltende Überflutungen der Aussaatflächen von Sommerweizen, Mais und Sojabohnen in wichtigen Anbauregionen.

Vordere Weizenpreise machen 9 Euro gut

Getreidepreis.gif

Die Weizenpreise haben sich der vorigen Woche kräftig erholt. Der neue Fronmonat Mai wurde am Freitag mit 189,25 Euro notiert. Das sind genau 9 Euro mehr als zum Beginn der Woche und zugleich der höchste Preis seit Ende Februar. Für die neue Ernte 2019 (September) lagen die Weizenpreise am Freitag bei 177 Euro. Das war ein Wochenplus von 3,50 Euro. Der Abstand der neuen Ernte zum Maitermin beträgt 12,25 Euro.

Am deutschen Kassamarkt sind die Preise ebenfalls gestiegen. Der Abstand zum Terminmarkt blieb jedoch etwa gleich. Am Freitag wurde Brotweizen am Exporthafen Hamburg mit 198 Euro notiert. Das waren 3 Euro mehr als vor einer Woche und gleichzeitig 11 Euro mehr als am Terminmarkt.

Vom wichtigsten französischen Handelsplatz Rouen meldete man für den dort angelieferten Brotweizen am Freitag Preise von 184 Euro/t. Das waren 4 Euro mehr als in der Woche zuvor und 5 Euro weniger als am Terminmarkt.

Am heutigen Montag beginnen die Weizenpreise den Handel an der MATIF knapp behauptet. Der neue Frontmonat Mai wird zum Handelsbeginn mit 189 Euro notiert und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag.

Maispreise leicht im Plus

Die europäischen Maispreise sind dem Weizen nach oben gefolgt. In den USA ging es für den Mais in der vorigen Woche ebenfalls nach oben. Der vordere Junikontrakt für den MATIF-Mais notierte am Freitag bei 170,50 Euro. Das waren 2,50 Euro mehr als vor einer Woche.

Der nachfolgende Augusttermin beschloss den Handel am Freitag bei 174 Euro. Das war ein Wochenplus von 2 Euro. Für die neue Ernte 2019 (November) sind die Kurse im Wochenverlauf um 2 Euro auf 170,75 Euro/t gestiegen.

Am Hamburger Hafen wurde Importmais zur Auslieferung im März zuletzt mit 174 Euro notiert. Für die Auslieferung im April lagen die Preisforderungen bei 175 Euro. Für die nächste Ernte (Oktober) bewegen sich die Preisvorstellungen bei 172,50 Euro.

Am heutigen Montag beginnen die vorderen Maispreise den Handel an der MATIF 0,50 Euro im Plus. Der neue Frontmonat Juni wird mit 171 Euro notiert. Die hinterenTermine geben allerdings nach.

Rapspreise geben weiter nach

Die Rapsreise haben im Verlauf der vorigen Woche nachgegeben. Der Maikontrakt für den MATIF-Raps beendete den Handel am Freitag bei 355,50 Euro/t. Die Vorwochenpreise wurden damit um 3,50 Euro verfehlt. Für die neue Ernte 2019 (August) lagen die Kontraktpreise am Freitag bei 357,25 Euro. Das waren 1,75 Euro weniger als vor einer Woche.

Am Kassamarkt in Hamburg wurde Raps am Freitag mit 358 Euro notiert. In Mannheim lagen die Kurse bei 363 Euro und am Mittelandkanal bei 357 Euro. Das ist jeweils 1 Euro weniger als vor einer Woche.

Am heutigen Montag beginnen die Rapspreise den Handel an der MATIF knapp behauptet. Der Maitermin wird zunächst mit 355,25 Euro notiert und damit 0,25 Euro schwächer.

Futtergerste und Futterweizen im Plus

Die Preise für Futtergerste haben sich zuletzt leicht erholt. Am Hamburger Exporthafen lagen die Preisangebote am Freitag bei 177 Euro/t. Das waren 2 Euro mehr als in der Vorwoche, jedoch 26,50 Euro weniger als Anfang Februar als die Gerste noch für 203,50 Euro gehandelt wurde.

Futterweizen notierte in Hamburg am Freitag bei 196 Euro und damit 3 Euro höher als in der Vorwoche. Gleichzeitig waren die Futterweizenpreise 20 Euro höhere als für Gerste. In Südoldenburg wurden für Futterweizen zur Anlieferung im März am Freitag noch 201 Euro geboten. Das waren 3 Euro mehr als vor einer Woche.