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Fleischmarkt

ASP lässt Aktien von Schweinefleischkonzernen in China stark steigen

Schweinefleisch in China steigt wegen ASP
am
08.03.2019

Die Aktienkurse von großen chinesischen Schweinefleischproduzenten sind in den vergangenen sechs Monaten deutlich gestiegen. Grund ist laut Analysten, dass Anleger wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf ein verknapptes Angebot, steigende Preise und staatliche Hilfen für große Produzenten setzen.

An der Börse in Hongkong ist der Aktienkurs des größten chinesischen Schweinefleischherstellers, der WH-Group, von Anfang September 2018 bis heute um 19 % auf 7,24 HKD (0,82 Euro) gestiegen.

Der Wert der Anteilsscheine des bedeutenden Schweinezuchtunternehmens und Fleischherstellers Muyuan Foods verdoppelte sich im gleichen Zeitraum an der Börse in Shenzen; bei den gemischten Futtermittel- und Schweinefleischunternehmen Tech-Bank Food und Jiangxi Zhengbang vervierfachten sich die Aktienkurse sogar in den vergangenen sechs Monaten auf neue Rekordhöhen.

Prognose: starker Anstieg der Schlachtpreise

Analysten gehen davon aus, dass die chinesischen Schlachtschweinepreise mit zuletzt 12,70 CNY (1,67 Euro) je Kilogramm Lebendgewicht (LG) den Tiefpunkt erreicht haben und in der zweiten Jahreshälfte auf bis zu 20 CNY/kg (2,64 Euro) steigen könnten. Grund dafür ist der massive Abbau der Sauenbestände, der im zweiten Halbjahr zu einem merklichen Angebotsrückgang führen dürfte.

Schätzungen von Experten, darunter auch die Rabobank, gehen davon aus, dass die chinesische Schweineproduktion 2019 im Vorjahresvergleich um bis zu 20 % sinken könnte. Der Zuwachs der Kurse überrascht zunächst, da die börsennotierten Unternehmen im vergangenen Jahr starke Gewinnrückgänge oder sogar Verluste verzeichnet hatten.

Danish Crown rechnet mit erhöhtem Importbedarf der Chinesen an Schweinefleisch

Das Landwirtschaftsministerium in Peking hatte die Landwirte bereits kürzlich aufgefordert, ihre Herden wieder aufzustocken und Hilfen zugesagt, um Versorgungsengpässe erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown rechnet mit einem erhöhten Importbedarf der Chinesen und prognostizierte kürzlich einen Anstieg der eigenen Schlachtschweinepreise. Im zweiten Quartal dürfte zunächst die wärmere Witterung in Europa den Absatz beflügeln und den Basispreis laut Danish Crown von aktuell umgerechnet 1,17 Euro/kg Schlachtgewicht auf eine Spanne von 1,27 Euro bis 1,34 Euro steigen lassen. Im zweiten Halbjahr wird mit einem Durchschnittsniveau oberhalb von 1,34 Euro gerechnet.

Hierzulande sind die Preise für Schweinefleisch seit fünf Wochen unverändert.

Mit Material von AgE

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