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Schweinemarkt weltweit

China hat nationale Lagerhaltung für Schweinefleisch freigegeben

Junge Mastschweine in einer Buchte
am Dienstag, 01.03.2022 - 12:36 (Jetzt kommentieren)

Für den Schlachtschweinemarkt hat China wegen niedriger Preise bei hohen Kosten nun die höchste Warnstufe ausgerufen. In der Krisensituation wird der Staat umfangreiche Ankäufe vornehmen und das Schweinefleisch in der nationalen Lagerreserve vorhalten.

Vor drei Wochen lag die Relation von Schweinepreis zum Futtermittel- beziehungsweise Getreidepreis in der Spanne zwischen 5,00 und 6,00 zu eins. Im dreistufigen Warnsystem gilt dann die Stufe 2. Jetzt liegt der Wert bei 4,98 zu eins, weshalb die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission in Peking die höchste Warnstufe ausgerufen hat.

Lagerung von Schweinefleisch soll sofort beginnen

Ausschlaggebend für das Abrutschen des Wertes unter die kritische Marke war das Ende des chinesischen Frühlingsfestes sowie die gleichzeitig hohen Futtermittelpreise. Der landesweite Durchschnittspreis für Schlachtschweine lag laut den Erhebungen gestern (28.02.) bei 12,37 CNY (1,76 Euro) je Kilogramm Lebendgewicht. Das waren 18,7 Prozent weniger als Anfang Januar und 56,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Mit dem Kauf und der Lagerung von gefrorenem Schweinefleisch soll laut Reformkommission sofort begonnen werden. Alle Regionen seien angehalten, zu kaufen und einzulagern. In mehreren Provinzen seien Marktentnahmen aufgrund der letzten Entwicklungen bereits erfolgt.  

Schweinebestände in China könnten sinken

Der Schweinepreis ist laut Analysten in der Volksrepublik schon seit längerem nicht mehr kostendeckend. Der große börsennotierte Schweineproduzent New Hope mit rund 1 Million Sauen und 13 Millionen Schlachtschweinen hat beispielsweise im vergangenen Jahr einen Verlust von 10,3 Mrd. CNY (1,4 Mrd. Euro) eingefahren. Der Sauenbestand in China ist in den vergangenen Monaten bereits moderat gesunken, doch gegenwärtig ist der Lebendmarkt noch mehr als gut versorgt.

Mit Material von AgE

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