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Agrarexport

Chinesen kaufen ein Viertel mehr EU-Schweinefleisch

am Dienstag, 21.05.2019 - 09:02

Die EU-Schweinefleischexporte nach China sind im ersten Quartal 2019 kräftig gestiegen. Das verbessert auch die Gesamtbilanz.

Die hohen Bestandskeulungen in China aufgrund der Afrikanischen Schweinepest führen zu einen höheren Importbedarf an Schweinefleisch. Davon profitieren die EU-Exporteure kräftig, wie aus den aktuellen Zahlen von Eurostat hervorgeht. In den ersten drei Monaten 2019 führten EU-Schlachtunternehmen 454.216 t nach China aus. Das war gut ein Viertel mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2018.  

Besonders im März kauften die Chinesen fast doppelt so viel wie in den ersten beiden Monaten in der EU ein.Im Januar und Februar lag der EU-Export nach China noch bei 275.254 t und damit "nur" 12,7 Prozent über Vorjahr.

Im Plus befinden sich im ersten Quartal auch die Ausfuhren nach Japan, dem zweitwichtigsten Abnehmer von EU-Schweinefleisch. Die Japaner orderten mit 120.184 t knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Gestiegen sind auch die Ausfuhren auf die Philippinen um fast siebe Prozent auf 76.601 t.

Südkorea und USA benötigen weniger Ware

Auch die kleineren Importländer bezogen bis März 2019 mehr EU-Schweinefleisch. Mit insgesamt 272.561 t stiegen die EU-Exporte in diese Drittländer um 8,7 Prozent.

Rückläufig waren von Januar bis März allerdings die Exporte nach Südkorea, Hongkong und in die USA. Sie zählen neben China, Japan und Philippinen zu den wichtigsten Käufern von EU-Schweinefleisch.

Zuletzt sind in den USA die Schweinebestände gestiegen, was den Importbedarf verringert. Zum andern war Schweinefleisch in den USA lange Zeit deutlich günstiger als in der EU. Erst mit der aufkeimenden Nachfrage aus China zogen die US-Schweinepreise kräftig an. Ende April betrugen sie laut EU-Kommission 157,31 Euro/kg SG, während Schweine in der EU knapp unter 1,71 Euro/kg SG kosten.

In Südkorea sollen die Kühlhäuser noch gut gefüllt sein. Das erklärt die geringere Importnachfrage.

Insgesamt betrugen die EU-Ausfuhren an Schweinefleisch in diesem Zeitraum gut 1,1 Mrd. t. Das waren 9,2 Prozent mehr als im ersten Quartal 2018.