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Fleischwirtschaft

Erneut weniger Schweine und Rinder geschlachtet

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Josef Koch, agrarheute
am
08.05.2019

In Deutschland sinken Tierbestände und Schlachtungen. Das geht aus den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Schweinehälften im Schlachthof

In Deutschland sind im ersten Quartal 2019 weniger Schweine und Rinder ins Schlachthaus geliefert worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen von Januar bis März einschließlich Hausschlachtungen insgesamt 13,95 Mio. Schweine an den Haken. Das waren 617.950 Stück oder 4,4 Prozent weniger als im ersten Jahresviertel 2018.

Der Rückgang war fast ausschließlich auf das geringere Angebot an heimischen Schlachtschweinen zurückzuführen. Geschlachtet wurden rund 13,05 Mio. Schweine und damit etwa 614.300 Tiere oder 4,5 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode. Die in den vergangenen zwei Jahren bereits deutlich eingeschränkte Verarbeitung von Schweinen aus der Europäischen Union lag im Berichtszeitraum mit 898.700 Tieren um 0,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Aufgrund der etwas höheren Schlachtgewichte ging die Schweinefleischerzeugung gegenüber dem ersten Quartal 2018 daher nur um 4 Prozent auf knapp 1,33 Mio. t zurück.

Fast vier Prozent weniger männliche Rinder geschlachtet

Weniger rückläufig als bei den Schweinen war das Schlachtaufkommen bei den Rindern. Insgesamt wurden von Januar bis März 867.100 Rinder in den Schlachtunternehmen zerlegt. Gegenüber dem ersten Quartal 2018 wurde ein Minus von rund 13.600 Tieren oder 1,5 Prozent verzeichnet.

Überdurchschnittlich war dabei der Angebotsrückgang bei Kälbern und Jungrindern. Er betrug 7,1 Prozent. Somit wurden noch 83.270 Tiere geschlachtet. Bei Bullen und Ochsen sank die Zahl der Schlachtungen im Vorjahresvergleich um 3,6 Prozent auf 323.760 Stück, bei Kühen um 1,8 Prozent auf 310.770 Tiere.

Lediglich bei den Färsen wurde mit 149.300 Tieren das Schlachtaufkommen der Vorjahresperiode übertroffen, und zwar deutlich um gut 10.800 Stück beziehungsweise 7,8 Prozent.

Die Rindfleischerzeugung nahm trotz des Rückgangs der Schlachtzahl insgesamt um 0,2 Prozent auf gut 285.100 t zu. Der Grund war, dass in allen Tierkategorien die Rinder mit einem höheren Gewicht ins Schlachthaus geliefert wurden.

Weniger Rind- und Schweinefleisch in Deutschland

Aufgrund der Viehzählungsergebnisse vom November 2018, die im Vorjahresvergleich einen Bestandsrückgang bei Rindern um 2,7 Prozent und bei Schweinen um 4,1 Prozent ausweisen, ist in Deutschland für 2019 mit einer geringeren Rind- und Schweinefleischerzeugung als 2018 zu rechnen.

Mit Material von AgE
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