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Fleischproduktion

Im ersten Quartal landeten mehr Schweine am Haken

Schweinehälften im Schlachthof
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Josef Koch, agrarheute
am
16.05.2018

In den ersten drei Monaten 2018 ist die deutsche Fleischproduktion gestiegen. Doch der Trend ist nicht auf das ganze Jahr übertragbar, warnen Statistiker.

Schweinehälften im Schlachthof

Die deutschen Schlacht- und Zerlegebetriebe haben in den ersten drei Monaten 2018 rund 14,54 Millionen Schweine geschlachtet. Das waren 82.500 Stück oder 0,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) aufgrund vorläufiger Daten.

Der Zuwachs resultierte ausschließlich aus heimischen Schweinen, von denen mit 13,64 Mio. Stück fast 200.000 mehr an die Haken der hiesigen Schlachtbetriebe kamen. Die Zahl der verarbeiteten ausländischen Schweine verringerte sich dagegen um rund 120.500 oder mehr als 10 Prozent auf 902.400 Stück. Bei etwas höheren Schlachtgewichten nahm die Schweinefleischerzeugung um 0,8 Prozent auf fast 1,38 Mio. t zu.
 

Kaum mehr Rindfleisch

Auch insgesamt haben die Schlachtbetriebe haben im ersten Quartal 2018 mehr Fleisch produziert als im Vorjahresquartal. Laut vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhte sich die gewerbliche Fleischerzeugung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36.600 t oder 1,8 Prozent auf 2,06 Mio. t.

2017 war die Fleischerzeugung erstmals seit 2012 rückläufig gewesen, und zwar um zwei Prozent. Aus den aktuellen Zahlen schon eine Trendwende abzulesen, ist jedoch aus kalendarischen Gründen zu früh, denn die Fleischerzeugung für das Osterfest 2018 erfolgte - im Unterschied zum Vorjahr - durchweg im ersten Quartal.

So nahm die Erzeugung von Schaffleisch gegenüber dem ersten Jahresviertel 2017 um ein Drittel auf rund 5.500 t zu, und es wurden im Vorfeld von Ostern auch mehr Bullen und Kälber geschlachtet.

Insgesamt legte die Rindfleischerzeugung laut Destatis jedoch nur moderat zu, nämlich um 0,3 Prozent auf 282.600 t. Produktionsmindernd machte sich dabei das geringere Schlachtkuhaufkommen bemerkbar. Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 wurden mit 315.400 Stück 2,9 Prozent weniger Kühe ins Schlachthaus geliefert, und der entsprechende Fleischanfall verringerte sich um 1,7 Prozent auf 97.100 t.

Geflügelfleisch ist maßgeblich für Wachstum verantwortlich

Maßgeblich für die höhere Fleischerzeugung von Januar bis März in Deutschland war den Wiesbadener Statistikern zufolge vor allem das Geflügel. In diesem Sektor stieg die Produktion gegenüber der Vorjahresperiode insgesamt um 24.300 t oder 6,5 Prozent auf 397.700 t.

Dabei wies die Erzeugung von Hähnchenfleisch mit 7,8 Prozent auf 256.100 t die höchste Steigerungsrate auf. Die Verarbeitung von Suppenhühnern und Puten legte um 1,2 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent zu.

Mit Material von AgE

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