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Schweinemarkt

EU-Schweinebestände: Wo sie wachsen, wo sie sinken

am Donnerstag, 20.02.2020 - 13:47 (Jetzt kommentieren)

Während deutsche Schweinehalter weniger Tiere halten, stehen in Polen und Dänemark mehr Schweine in den Ställen. EU-weit hat sich wohl wenig verändert.

Einige Schweinehalter in der Europäischen Union haben die guten Preise des vergangenen Jahres genutzt, um ihre Bestände aufzustocken. Diesen Schluss lassen die vorläufigen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) zu. In fast der Hälfte der 25 EU-Länder, für die bereits Viehzählungsergebnisse aus November beziehungsweise Dezember 2019 vorliegen, stehen mehr Schweine als im Vorjahr in den Ställen.

Insgesamt gesehen war allerdings im Vergleich zur Vorjahreserhebung noch ein Rückgang des EU-Schweinebestandes um 658.000 Tiere oder 0,6 Prozent auf 115,79 Mio. Stück zu verzeichnen.

Mehr Schweine in Dänemark und Polen

Beachtet werden muss, dass neben der Slowakei und Estland auch noch die Zahlen für Spanien als das schweinereichste EU-Land fehlen. Sollte sich dort der Bestandsaufbau der Vorjahre weiter fortgesetzt haben, dürfte das Gesamtergebnis für die EU nahe am Vorjahresniveau liegen.

Ähnliches gilt für den Zuchtsauenbestand, der nach jetziger Datenlage gegenüber Dezember 2018 nur um 33.000 Tiere oder 0,4 Prozent auf 9,17 Mio. Stück abgenommen hat.

Neben recht stabilen Schweinebeständen in Italien, Österreich und den Niederlanden kam es in Dänemark erstmals seit längeren wieder zu einer Zunahme der gehaltenen Tiere, nämlich um 0,7 Prozent auf 12,73 Mio. Stück.

In Polen und Großbritannien hatten die Schweinebetriebe im Vorjahresvergleich jeweils 1,7 Prozent mehr Tiere auf dem Hof. Die relativ stärksten Zuwächse bei der Schweineherde wurden mit 4,5 Prozent auf 1,48 Mio. Stück aus Schweden sowie mit 5,6 Prozent auf 1,61 Mio. Tiere aus Irland gemeldet.

Zwei Prozent weniger Schweine in Deutschland

In acht der bisher erfassten 25 Länder lag der Schweinebestand Ende 2019 jedoch mehr oder weniger deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dazu zählte Deutschland mit einem Minus von 519.000 Tieren oder 2 Prozent auf 25,93 Mio. Schweine.

Um 2 Prozent war auch der belgische Schweinebestand rückläufig, und zwar auf 6,09 Mio. Stück. Frankreich verzeichnete einen Rückgang von 1,5 Prozent auf 13,51 Mio. Tiere. Die auch von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Länder Ungarn und Bulgarien wiesen mit 8,3 Prozent auf 2,63 Mio. beziehungsweise mit 24,9 Prozent auf 492.000 Schweine die höchsten Abstockungsraten auf.

Mit Material von AgE

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