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Schweinemarkt und Schweinepreise

Fleischkrise: Schweinepreis wird gehalten – Fleischpreise stürzen ab

Schweine
am Mittwoch, 15.07.2020 - 14:42 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepreise können sich halten. Am Fleischmarkt sorgt der wegbrechende Absatz jedoch für weiter fallende Preise.

schweine-farmer

Das Angebot an Schweinen geht wegen der sehr begrenzten Schlachtkapazitäten über den Bedarf hinaus. Die VEZG stellt jedoch fest: „Vor dem Hintergrund der zuvor sehr deutlich reduzierten Auszahlungspreise kann in der kommenden Schlachtwoche aber mit gleichbleibenden Preisen gerechnet werden“.

Ob sich das durchalten lässt, ist jedoch alles andere als sicher: Denn am Fleischmarkt fallen die Preise weiter zweistellig. Die VEZG stellt dazu fest: "Im Fleischgeschäft ist die Entwicklung bedenklich".

Aufgrund der ausgefallenen Produktion bei Tönnies schieben sich große Angebotsmengen auf, die für den derzeitigen Bedarf allemal ausreichen. Und weiter heißt es beider VEZG: „Aufgrund der anhaltenden Negativmeldungen ist die Nachfrage nach Schweinefleisch und -wurst in den letzten Wochen um etwa ein Drittel eingebrochen.“

"Der mögliche Produktionsstart in Rheda am 18. Juli würde zumindest ein positives Zeichen setzen, dennoch bleibt die Lage vorerst angespannt", schreibt die VEZG.

Ähnliche kritische Lage in den Niederlanden

Schlachtschweine

Fleischhändler berichten, dass der Fleischverkauf in Deutschland ins Stocken geraten ist. Die Schlachtgewichte nehmen deshalb weiter zu. Zudem bleibt der Export nach China für Fleisch von Tönnies und auch von Fleisch von unseren niederländischen Nachbarn geschlossen.

Trotzdem haben sich die Schweinepreise am Mittwoch zunächst einmal stabilisiert. Auch in den Niederlanden ist nach einem Absturz der Preise aktuell eine Stabilisierung im Gange.

Der niederländische Vion-Preis für die aktuelle Woche liegt ebenfalls bei 1,47 Euro/kg. Das ist genauso hoch wie letzte Woche. Laut Vion stehen die Verkäufe aller Schweinefleischteile europaweit unter starkem Druck. Auch in Südeuropa ist die Nachfrage sehr schwach, da es nur wenige Touristen gibt.

Notierung hält sich bei 1,47 Euro/kg

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 16. Juli bis zum 22. Juli einen Schweinepreis von 1,47 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es diesmal nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine wurde mit 282.700 Stück angegeben und war damit 5 Prozent größer als in der Vorwoche, als 270.000 Schweine angemeldet wurden. Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,7 kg gemeldet. Das im Vergleich zur Vorwoche ein weiteres Plus von 0,1 kg.

Ferkelpreise stürzt immer tiefer

ferkel-stall

Bedingt durch wachsende Angebotsüberhänge, deutlich reduzierte Schlachtschweinepreise, sowie einer verminderten Einstallbereitschaft, hat der Druck am deutschen Ferkelmarkt nochmals stark zugenommen. Deutlich zurückgesetzte Ferkelpreise sind in der laufenden Woche die Folge, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 13.07. bis 19.07.2020 mit 39 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche wurde der Ferkelpreis damit um um weitere 10 Euro abgestürzt

Sauenpreise können sich ebenfalls behaupten

Am Markt für Schlachtsauen steht, gemessen am sehr reduzierten Bedarf, ein gut ausreichendes Angebot zur Verfügung. In der neuen Schlachtwoche kann aber nicht stabilen Preisen ausgegangen werden, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 16. Juli bis zum 22. Juli 2020, wurde der Preis mit 0,78 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche hat sich der Durchschnittspreis damit gehalten. Eine Preisspanne gab es nicht.

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