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Fleischerzeugung

Fleischproduktion: Weniger Schweine-, aber mehr Rind- und Geflügel

am Mittwoch, 05.02.2020 - 09:52 (Jetzt kommentieren)

Deutsche Bauern erzeugen immer weniger Fleisch. Bei Schweinefleisch ist der Rückgang besonders kräftig.

Rindfleisch

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Bauern 1,4 Prozent weniger Fleisch erzeugt. Einschließlich des Geflügels erzeugten sie insgesamt knapp 8 Mio. t Fleisch, so das Statistische Bundesamt (Destatis). 2018 betruf die Fleischerzeugung noch fast 8,1 Mio. t. Der Rückgang ergibt sich aus der geringeren Schweinefleischerzeugung, während die Produktion von Rind- und Geflügelfleisch gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Die  gewerblichen Schlachtbetriebe in Deutschland haben nach vorläufigen Ergebnissen 59,7 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet.

Schweinefleisch: Schlachtmenge um 2,6 % gesunken

Mit 55,1 Millionen geschlachteten Tieren ging 2019 die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3 Prozent zurück. So verringerte sich die Zahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 3,4 Prozent auf 51,8 Millionen Tiere, während die Zahl importierter und in Deutschland geschlachteter Schweine um 2,7 Prozent auf 3,3 Millionen anstieg.

Insgesamt wurden 2019 dadurch 5,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch und damit 2,6 Prozent weniger als 2018 produziert.

Deutlich mehr Färsen geschlachtet

Besonders stark gingen die Kuhschlachtungen zurück. Sie unterschritten das 2018er Niveau um 3,2 Prozent und lagen so nur noch bei 1,2 Mio. Tieren. Die Fleischerzeugung fiel um 1,2 Prozent auf 377.000 t. Ein deutliches Plus gab es bei Färsen. Die Schlachtzahlen steigen um 3,7 Prozent auf 578.000 Stück. Die Fleischmenge kletterte so um 5,4 Prozent auf 179.000 t. Trotz geringerer Bullenschlachtungen (-0,5 Prozent) hatten die Schlachtunternehmen im vergangenen Jahr mit 512.300 t über 1 Prozent mehr Fleisch zur Verfügung.

Da aber das durchschnittliche Schlachtgewicht zunahm, stieg die Schlachtmenge 2019 um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,1 Mio. t Rindfleisch. Die Zahl geschlachteter Rinder sank 2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 3,5 Mio. Tiere.
 

Etwas mehr Geflügelfleisch

Die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch lag 2019 mit 1,6 Mio. Tonnen um 0,8 Prozent höher als 2018. Es wurde 1,5 Prozent mehr Fleisch von Jungmasthühnern erzeugt. Dabei haben die gewerblichen Unternehmen aber mit über 6,2 Mio. Tieren etwas weniger als 2018 geschlachtet. Auch die Erzeugung von Putenfleisch (Truthuhnfleisch) erhöhte sich um 0,7 Prozent. Geschlachtet wurden aber mit rund 34,2 Mio. t Tieren 2,9 Prozent weniger. 

In den vergangenen zehn Jahren (2009 bis 2019) ist die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch um 22 Prozent gestiegen, während die produzierte Menge an Schweine- und Rindfleisch – mit leichten Schwankungen in einzelnen Jahren – in etwa auf dem gleichen Niveau geblieben ist.

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