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Rindfleischmarkt

Frankreich: Weniger Schlachtkühe und Mastbullen

am Dienstag, 29.01.2019 - 09:35 (Jetzt kommentieren)

Die Rindfleischerzeugung im Nachbarland Frankreich wird 2019 kleiner ausfallen, so erste Prognosen. Das könnte Chancen für deutsche Rinderhalter bringen.

Rinderhälften hängen am Haken im Schlachthaus

Nach einem Anstieg der französischen Rindfleischerzeugung im vergangenen Dürrejahr soll die Produktion 2019 wieder deutlich geringer ausfallen. Davon geht zumindest das Institut für Tierzucht (Institut de l’Élevage) in einer aktuellen Prognose aus.

Die Analysten aus Paris erwarten eine Nettoerzeugung von 1,42 Mio t. Das wären 48.000 t oder 3,3 Prozent weniger als 2018. Verantwortlich dafür soll vor allem das geringere Aufkommen von weiblichen Tieren sein.

Deren Schlachtungen hatten im vergangenen Jahr infolge der dürrebedingten Futterknappheit und wirtschaftlicher Schwierigkeiten der Milcherzeuger spürbar zugenommen. Nun sei die Herde geschrumpft, und auch der Bestand an nachrückenden Färsen sei gering, erläuterten die Experten. Sie rechnen bei den weiblichen Tieren mit einem Schlachtaufkommen von 803.000 t, was einem Rückgang von 30.000 t oder 3,6 Prozent gegenüber 2018 bedeuten würde.

3,3 Prozent weniger Mastbullen

Auch bei allen anderen Rinderkategorien dürfte die Fleischerzeugung dem Tierzuchtinstitut zufolge im laufenden Jahr geringer ausfallen. Bei den Bullen soll die Produktion im Vergleich zu 2018 um 3,3 Prozent auf 378.000 t sinken, bei den kastrierten Ochsen um rund 3.000 t beziehungsweise 4,8 Prozent auf 59.000 t.

Zudem soll die Erzeugung von Kalbfleisch um etwa 2.000 t auf 181.000 t abnehmen. Eine Zunahme wird lediglich für den Export von Fressern erwartet, und zwar um 32.000 auf fast 1,10 Millionen Tiere. Die Fresser kaufen vor allem Mäster in Italien und Spanien.  verkauft werden.

Fast 4 Prozent niedrigere Exportmengen

Das geringere heimische Rindfleischangebot wird nach Einschätzung der Analysten aus Paris den zuletzt positiven Trend bei den Ausfuhren beenden. Die Exportmenge für 2019 wird auf 233.000 t geschätzt. Das wären 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Rindfleischeinfuhren Frankreich sollen dagegen weiter steigen; es wird von einem Zuwachs um 3 Prozent auf 344.000 t ausgegangen.

Mit Material von AgE
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