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Agrarexport

Geflügelfleisch: China will deutsche Importe wieder zulassen

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Josef Koch, agrarheute
am
09.07.2018

China sieht bei deutschem Geflügelfleisch keine Bedenken mehr. Daher will das Land die bisherige Importsperre aufgrund von Vogelgrippeausbrüchen aufheben.

Klöckner-China-Abkommen

Die Chinesen zeigen sich offen, wenn es um die deutschen Exporte von Geflügelfleisch nach China geht. Entsprechende Vereinbarungen haben Chinas Agrarminister Han Changfu und Bundesagrarministerin Julia Klöckner bei einem Arbeitsessen getroffen. Das Gespräch fand gestern Abend (8.7.) vor den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen statt.

Klöckner und Han vereinbarten, dass China den Markt für Geflügel aus Deutschland wieder öffnen wird. Der war nach dem Auftreten von Vogelgrippefällen für die deutschen Produzenten gesperrt worden.

Nach zeitintensiven Untersuchungen ist die chinesische Seite zum Ergebnis gekommen, dass deutsches Geflügel keinen Grund zur Sorge mehr gebe.

ASP: China darf Deutschland nicht komplett sperren

Klöckner sprach zudem die umfassenden Präventionsmaßnahmen Deutschlands und der EU gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) an. Sie warb dafür, dass China bei einem Ausbruch der ASP in Deutschland die Importe von Schweinefleisch nicht komplett stoppen, sondern Ausbrüche in Europa regional betrachten sollte.

Bislang sehen die chinesischen Veterinärrichtlinien vor, Deutschland komplett zu sperren, falls die ASP in Deutschland auftreten sollte.

Ein Importstopp hätte fatale wirtschaftliche Folgen für die Schweinebranche, wie wir in der Märzausgabe im agrarheute-Magazin berichtet haben. China ist der größte Abnehmer für deutsches Schweinefleisch außerhalb der EU.

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