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Schweine

Handelsstreit: Sinken Chinas Schweinebestände noch weiter?

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Josef Koch, agrarheute
am
09.07.2018

Nach aktuellen Zahlen geht Chinas Schweinebestand zurück. Die jüngsten Strafzölle auf US-Sojabohnen könnten den Trend beschleunigen.

Mastschweine im Stall

Die jüngsten chinesischen Strafzölle auf US-Sojabohnen treffen Chinas Schweinehalter in einer besonders kritischen Phase. Aufgrund schwacher Preise verdienen sie schon jetzt kein Geld. Höhere Futterkosten könnten das Dilemma noch verschärfen und den Abwärtstrend der Schweinebestände beschleunigen.

Presseberichten zufolge sollen die chinesischen Schweinehalter aufgrund der niedrigen Preise derzeit umgerechnet rund 25 Euro je Schwein verlieren. Von Jahresbeginn bis Mitte Mai 2018 sind die Schlachtschweinepreise in der Volksrepublik um rund ein Drittel gesunken, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Sie konnten sich zuletzt aber wieder etwas befestigen und lagen Mitte Juni bei 1,48 Euro/kg Lebendgewicht. Vor zwölf Monaten ließen sich noch 1,78 Euro/kg und Mitte Juni 2016 sogar 2,69 Euro/kg erlösen.

Schweinebestände sinken schon

Wie das Pekinger Landwirtschaftsministerium Ende Juni bekannt gab, hat die Zahl der Schweine im Mai gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent abgenommen. Die Sauenherde schrumpfte gar um 2,5 Prozent.

Ohne absolute Zahlen zu nennen, gab das Ministerium laut Agra-Europe zudem bekannt, dass sich die Schweineherde gegenüber Mai 2017 um 2 Prozent und die Zahl der Sauen um 3,9 Prozent verringert habe.

Laut früheren Berichten waren die Schweineschlachtungen im ersten Quartal 2018 gegenüber der Vorjahresperiode um 1,9 Prozent auf rund 200 Millionen Tiere gestiegen und die Schweinefleischerzeugung hatte um 2,1 Prozent auf 15,4 Mio. t zugelegt.

Mit Material von Agra-Europe

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