Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Höhere Schlachtzahlen stabilisieren den Schweinepreis

Ein Schlachthofarbeiter bereitet eine Schweinehälfte auf die Zerlegung vor.
am Mittwoch, 05.08.2020 - 14:56 (Jetzt kommentieren)

Der Schlachtschweinemarkt stabilisiert sich in Deutschland und Europa weiter. Die wieder höheren Schlachtzahlen im Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück helfen, den Überhang an schlachtreifen Schweinen abzubauen. Angebot und Nachfrage gleichen sich an.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) beschreibt die Lage am deutschen Schlachtschweinemarkt als „regional wieder ausgeglichen“.

Nach Eindruck der Interessengemeinschaft der Schweinhalter Deutschlands (ISN) lässt auch die Belastung des EU-Marktes durch die vorübergehenden Einschränkungen der Schlachtkapazitäten bei Tönnies nach. Dort wird seit Ende letzter Woche wieder mit einer zweiten Schicht gearbeitet. Die Zahl der Schlachtungen wird von 8.000 im Probebetrieb nun langsam weiter hochgefahren.

VEZG hält die Preisempfehlung konstant

Die VEZG hat ihre Preisempfehlung für die Schlachtwoche ab dem 6. August daher bei unverändert 1,47 Euro je Indexpunkt belassen.

Gestern (4.8.) war bei der Auktion der Internet Schweinebörse ein Durchschnittspreis von 1,46 Euro je kg Schlachtgewicht (SG) erzielt worden. Das waren 3 Cent mehr als am Freitag zuvor, als an der Schweinebörse erstmals nach fünf Wochen Flaute wieder der Hammer fiel.

Von insgesamt 1.530  Schweinen in zehn Partien, die bei der Auktion gestern aufgetrieben wurden, konnten 740 Schweine in fünf Partien abgesetzt werden. Die Spanne bewegte sich etwas nach oben auf 1,44 Euro bis 1,47 Euro. Fünf Partien mit 790 Schweinen erhielten keinen Zuschlag, da der geforderte Mindestpreis nicht erreicht wurde.

Leicht steigende Notierungen in den Niederlanden und Belgien

Nach Darstellung der ISN stabilisiert sich der europäische Schlachtschweinemarkt weiter. Die Notierungen sind überwiegend stabil. So werden auch aus Frankreich, Österreich, Dänemark und Spanien stabile Preise gemeldet. In einigen Ländern gab es sogar leichte Preissteigerungen.

Aus Spanien wird von einem sehr geringen Angebot berichtet bei weiter abnehmenden Schlachtgewichten und guten Geschäften nach China. Allerdings wird ein Anstieg der spanischen Notierung von günstigeren Fleischangeboten aus den Niederlanden verhindert. Dem niederländischen Preis verhilft dies in Verbindung mit der verbesserten Schlachtsituation in Deutschland und einer anziehenden Inlandsnachfrage zu einem leichten Plus von 1 Cent.

In Belgien ziehen sowohl die Inlandsnachfrage als auch der Export nach Osteuropa an, sodass die belgische Notierung um 2 Cent klettern konnte. Auch in Italien äußert sich die anziehende Nachfrage in steigenden Preisen. In den vergangenen acht Wochen konnte sich die Notierung dort von ihrem Tief bei 1,18 Euro auf mittlerweile 1,50 Euro deutlich erholen.

Hier geht es zu den amtlich festgestellten Erzeugerpreisen für Schlachtschweine.

Mit Material von VEZG, ISN
Das agrarheute Magazin Die digitale Ausgabe Oktober 2020
agrarheute digital iphone agrarheute digital macbook
cover_agrarheute_magazin.jpg

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...