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Schweinemarkt und Schweinepreise

Der Machtkampf am Schweinemarkt geht in die nächste Runde

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am Mittwoch, 07.07.2021 - 15:44 (Jetzt kommentieren)

Während die Schlachter weiter Hauspreise zahlen, bleiben die Schweinepreise laut Notierung unverändert.

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Während die Schlachter versuchen ihre Wahrheit am Markt mit Hauspreisen durchzusetzen, besteht die grüne Seite darauf, dass das knappe Angebot entscheidend für die Preisfindung ist – und lässt den Schweinepreis unverändert.

Eine Einigung ist also erst einmal nicht in Sicht – denn die Schlachter bleiben auch weiter bei ihrer Strategie der Hauspreise für vertraglich nicht gebundene Schweine.

Der Preisdruck am Fleischmarkt scheint sich nach drei Wochen mit deutlichen gefallenen Preisen jedoch allmählich abzuschwächen. Ein Großteil der Teilstücke wurde diese Woche zu unveränderten oder leicht nachgebenden Preisen verkauft. Vorige Woche hatten die Schlachter im Verkauf noch bis zu 8 Cent verloren, und vor zwei Wochen ging es um 5 bis 11 Cent nach unten.

Bei der gestrigen Internetauktion der ISN gaben die Preise ebenfalls nur moderat nach. Der Auktionspreis der ISN lag bei 1,52 Euro je kg Schlachtgewicht. Das waren 2 Cent weniger als bei der vorigen Auktion am Freitag. Allerdings wurden auch nur sehr wenig Schweine gehandelt.

Zur aktuellen Lage am Fleischmarkt berichtete die  Vereinigung der Erzeugergemeinschaften: „Im Fleischgeschäft hat sich in den letzten Tagen die preisliche Situation etwas stabilisiert. Die Spannen konnten zumindest bei manchen Artikeln im Vergleich zur Vorwoche gehalten werden. Im Inland ist man mit dem Absatz mengenmäßig recht zufrieden.“

Das Problem ist aber: Der Export in Drittländer fehlt dem deutschen Markt und damit ein wichtiger Absatzkanal: In der vorigen Woche wurden auch deshalb nur 815.000 Schweine geschlachtet. Das waren nochmals 40.000 Stück weniger als in der Woche zuvor.

Stabile Schweinepreise – auf dem Papier?

Vor dem Hintergrund fortgesetzt nur klein ausfallender Angebotszahlen sowie einer insgesamt entsprechenden Nachfrage der Schlachtunternehmen bleibt es in der neuen Schlachtwoche bei unveränderten Schlachtschweinepreisen, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 08. bis 14. Juli notiert die VEZG einen Schweinepreis von 1,48 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es weiterhin nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war weiterhin sehr klein und wird mit 203.300 angegeben.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,1 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Rückgang von 0,2 kg.

Ferkelpreise geben deutlich nach

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Die zurückhaltende Einstallbereitschaft der Mäster und die damit nur ruhige Ferkelnachfrage am deutschen Ferkelmarkt hat in der laufenden 27. Kalenderwoche nachgebende Ferkelpreise zur Folge, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 05. Juli bis 12. Juli mit 42 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein Rückgang von 3 Euro.

Schlachtsauen: Preise wie in der Vorwoche

Am Markt für Schlachtsauen fallen die Angebotsstückzahlen weiterhin nicht zu umfangreich aus. Die Preise verbleiben entsprechend weiter auf der bisherigen Basis, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 08. bis 14 Juli wurde der Preis mit 1,05 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es nicht.

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