Login
EuroTier

Norddeutsche Landwirte unterzeichnen Vions neues Lieferkettensystem

Landwirte unterzeichnen Vion-Lieferkettensystem
Thumbnail
Julia Eder, agrarheute
am
13.11.2018

Auf der EuroTier 2018 haben erste norddeutsche Landwirte das Lieferkettensystem Good Farming Balance unterzeichnet. Das sind die Details zum neuen Liefersystem.

Erste deutsche Schweinehalter aus Deutschland haben sich dem Lieferkettensystem Good Farming Balance angeschlossen. Das verkündet Vion auf einer Pressekonferenz bei der EuroTier 2018.

Bereits in den vergangenen Wochen hätten Landwirte in Bayern Interesse an einer Zusammenarbeit mit Vion gezeigt. Auf der EuroTier haben nun die ersten norddeutschen Landwirte ihre Lieferverträge mit Vion unterzeichnet.

Marktchancen durch globale "Ganz-Schwein-Verwertung"

Wie Vion erläutern, möchte das Unternehmen aktuelle Marktchancen ergreifen und besser auf die Nachfrage in spezifischen Segmenten reagieren. Hintergrund ist, dass der internationale Markt für Schweinefleisch wachse und für eine „Ganz-Schwein-Verwertung“ der Absatz auf den Weltmärkten von großer Bedeutung sei. Die Nachfrage verschiedener Länder und Abnehmer werde immer spezieller. Darüber hinaus bestehe der Wunsch nach langfristigen Vereinbarungen.

Ein Schwein werde in viele Hundert Einzelteile zerlegt, die auf fast dem gesamten Weltmarkt Absatz finden: Pfoten und Köpfe in China, Spare Ribs in Kanada, Bacon in England, aber auch Lachse in Japan und Bäuche in Korea. "Unser Ziel ist es, passende Produkte auf alle Märkte der Welt zu liefern", sagt Frans Stortelder, COO Pork 2 der Vion Food Group. "Gemeinsam mit den Schweinehaltern sorgt Vion dafür, dass zum Beispiel sowohl die robusteren Schinken für Italien als auch etwas leichtere Lachse für Japan produziert werden können – und zwar in den Mengen, die der Markt fordert."

3 Prinzipien von Good Farming Balance

Eine Lösung soll das Kettenkonzept Good Farming Balance sein. Vion arbeitet im Norden Deutschlands mit fünf Liefermodulen. Außerdem trifft das Unternehmen Vereinbarungen bezüglich der zu liefernden Menge. Good Farming Balance basiert auf drei Pfeilern:

  1. Größere Auswahl von Schweinetypen: Good Farming Balance bietet dem Landwirt die Möglichkeit, seine gesamte Stallkapazität in ein bis zwei Lieferungen zu liefern, ohne dass es Abzüge auf den Basispreis gibt.
  2. Deckungsbeitrag: Good Farming Balance orientiert sich im Norden Deutschlands an den Vorgaben des Vereinigungspreises der Erzeugergemeinschaften (VEZG). Die Basis bildet ein 6-Wochen-Gleitpreis. Weitere Elemente, mit denen der Landwirt seinen Deckungsbeitrag verbessern kann, sind Platzverwertung pro Quadratmeter und Stallauslastung, Gesundheit der Tiere und optimale Futterverwertung.
  3. Kontinuität: Das ist der wichtigste Aspekt, um einen optimalen Deckungsbeitrag zu realisieren, zugleich aber für Vion eine Grundvoraussetzung für eine zuverlässige Planung in Bezug auf den Landwirt und eine zuverlässige Lieferung seiner Produkte an die internationale Kundschaft.

Für deutsche Erzeuger, die es gewohnt sind, mit Wochenpreisen zu kalkulieren und zu arbeiten, sei dieses Modell laut Vion zunächst einmal ungewöhnlich. Stortelder ist sich jedoch sicher: „Der schnellste und sicherste Weg, um die finanziellen Verhältnisse in der Schweinefleischbranche zu verbessern, besteht darin, nachfrageorientierte Kettenproduktionen einzusetzen."

Mit Material von Vion

EuroTier 2018: Impressionen aus den Messehallen

Terra Variant Simulator
Eurotier
Eurotier
Eurotier
Eurotier
Eurotier
Eurotier
Eurotier
Eurotier
Famer Derek spielt Posaune
Grosser Andrang in den Hallen
eurotier radlader
Porsche 365FarmNet
agrarheute auf der EuroTier
Morgen EuroTier Eröffnung
Ersatz-Ferkel
Ersatz-Ferkel
Ersatz-Ferkel
Rinder auf der Messe
Highland Cattle Andreana
Modell eines Schweinestalls
Auch interessant