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Lebensmitteleinzelhandel

Rewe führt Schweinefleisch "Ohne Gentechnik" ein

Schweinefleisch
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Norbert Lehmann , agrarheute
am
07.05.2018

Rewe führt künftig Schweinefleischprodukte mit dem Siegel "Ohne Gentechnik". Für die Mehrkosten sollen Landwirte einen Zuschlag erhalten.

Wie der Einzelhandelsriese heute bekannt gab, werden zunächst Schweinefleischprodukte der Eigenmarke "Wilhelm Brandenburg" in den Selbstbedienungsregalen auf eine zertifiziert gentechnikfreie Erzeugung umgestellt.

Pilotregion ist Bayern. Dort sind in den Rewe-Supermärkten und in der Rewe Niederlassung Süd künftig unter anderem Schnitzel, Nackensteaks, Medaillons und Geschnetzeltes vom Schwein mit dem "Ohne Gentechnik"-Siegel erhältlich. Die Kennzeichnung vergibt der "Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik e.V." (VLOG).

Die Landwirte sollen einen Preisaufschlag erhalten

Für die Mehrkosten, die bei den Landwirten für den Einsatz gentechnikfreier und bevorzugt heimischer Futtermittel entstehen, zahlt Rewe einen Zuschlag. Über die Höhe des Bonus machte das Unternehmen auch auf Anfrage von agrarheute.com keine Angaben.

Zur Markteinführung nehmen zehn Landwirte an dem Programm teil. Ein Rewe-Sprecher erklärte, der Markt für Schweinefleisch "Ohne Gentechnik" sei ein "Zukunftsmarkt mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial". Die Verbraucher sollen für das GVO-freie Schweinefleisch keinen Cent mehr bezahlen müssen.

Ziel der Einzelhandelsgruppe ist es, das komplette SB-Schweinfleisch-Sortiment der Eigenmarke - aktuell sind das 23 Artikel - sukzessive und bundesweit auf "Ohne Gentechnik" umzustellen. An der Umsetzung arbeite das Unternehmen seit mehr als einem Jahr gemeinsam mit Lieferanten und Erzeugern.

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