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Rindermarkt und Rinderpreise

Rinderpreise: Preisrallye zwischen den Feiertagen

Bullenmast
am Dienstag, 28.12.2021 - 12:48 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Bullen und Kühe legen nach Weihnachten kräftig zu. Die Preisaufschläge liegen zwischen 4 und 6 Cent.

Bullenpreise

Zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel fällt das Schlachtrinderangebot relativ klein aus und trifft auf eine gute Nachfrage der Schlachtunternehmen. Die Preise für Jungbullen und weibliche Rinder steigen deutlich an, berichtet die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) in ihrem aktuellen Marktausblick.

In den beiden Wochen zuvor war das Angebot am deutschen Schlachtrindermarkt noch relativ umfangreich und gut bedarfsdeckend ausgefallen. Der Grund: Nach den jüngsten Preisschwächen nahm die Abgabebereitschaft der Bullenmäster offenbar deutlich zu, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in ihrem Wochenbericht. So konnte der weiterhin recht umfangreiche Bedarf der Schlachter zu den Feiertagen ohne Probleme gedeckt werden. Weitere leichte Preisabschläge für Bullen in der Vorweihnachtswoche waren zunächst die Folge.

Noch etwas stärker unter Druck standen vor Weihnachten die Preise für Schlachtkühe und für die unteren Färsenqualitäten. Das Interesse der Schlachtunternehmen an diesen Kategorien fiel, wegen der im Vordergrund stehenden Jungbullenschlachtungen zu den Feiertagen, mitunter sehr gering aus, so die Kammerexperten. Doch zum Jahresende hin pendelt das Angebot auch an weiblichen Tieren zurück und die Preise konnten sich auf dem erreichten Niveau zunächst behaupten.

In der Woche zwischen den Feiertagen gehen die Preise jedoch sowohl für Bullen als auch für Kühe und Färsen deutlich nach oben, meldet die VEZG am Montag.

Rinderpreise steigen auf breiter Front

Kuhpreise

Am Montag, dem 27.12. 2021 nannte die VEZG für QS-Qualitäten einen R3-Jungbullenpreis für Fleckvieh und Fleischrassen in Höhe von 4,64 EUR/kg SG. Das waren 6 Cent mehr als in der Woche zuvor. Für schwarzbunte R3-Jungbullen notiert die VEZG 4,59 EUR/kg SG, ebenfalls 6 Cent mehr als in der Vorwoche.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hatte für die Wocge davor einen bundesweiten R3-Bullenpreis von 4,60 Euro je kg SG festgestellt. Das waren immerhin 0,95 Euro mehr als im Jahr zuvor und außerdem nur etwas weniger als der vor wenigen Wochen aufgestellte Preisrekord für Jungbullen von 4,64 Euro. Sollte sich der aktuell von der VEZG erwartete Preis bestätigen, wäre damit auch der Spitzenpreis wieder erreicht.

Auch die Preise für Schlacht-Kühe konnten sich nach Weihnachten deutlich erholen. Für Tiere der Klasse R3 (310 kg) stiegen die Preise in dieser Woche um 5 Cent auf ein Niveau von 3,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und für O3-Kühe (310 kg) notierte man ebenfalls ein Plus von 5 Cent auf 3,35 Euro je kg.

Die BLE hatte in der Woche zuvor einen bundesweiten R-3-Schlachtkuhpreis von 3,58 Euro je kg SG festgestellt. Das waren zwar 12 Cent weniger als im November, jedoch 100 Cent je kg mehr als im Jahr zuvor und 22 Cent unter dem jüngsten Preisrekord von 3,80 Euro.

Für Färsen der Kategorie R3 mit 300 kg SG wurden nach Aussage der VEZG 4,23 Euro je kg gezahlt, 3 Cent mehr als in der Woche zuvor. Für O3-Färsen wurden 3,40 Euro je kg notiert – das waren sogar 5 Cent mehr.

Für R3-Schlachtfärsen lagen die Kurse nach den letzten Meldungen der BLE im bundesweiten Mittel bei 4,16 Euro je kg SG. Damit bekamen die Rinderhalter für Schlachtfärsen 85 Cent mehr als im Jahr zuvor. Schlachtfärsen notierten außerdem 21 Cent unter dem letzten  Preisrekord von 4,37 Euro je kg.

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