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Fleischindustrie

Schlachtungen: Fast drei Prozent weniger Schweinefleisch

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Josef Koch, agrarheute
am
07.02.2019

In Deutschland geht die Erzeugung von Schweine- und Rindfleisch weiter zurück. Nur bei Geflügel sieht der Trend anders aus. Hier die aktuellen Daten.

Schweinehälften im Schlachthof

Im vergangenen Jahr haben die gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland weniger Fleisch erzeugt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Fleischerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf insgesamt 8 Mio. t. 

Mit 56,6 Mio.t geschlachteten Tieren im Jahr 2018 gingen die Schlachtungen der Schweine gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent zurück. Am stärksten sank das Schlachtaufkommen von importierten Schweinen (-17,9 %), die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden.

Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Anzahl der geschlachteten Tiere inländischer Herkunft um 1,9 Prozent. Insgesamt nahm dadurch die Schweinefleischmenge um 2,9 Prozent auf 5,3 Mio.t.

Rindfleisch: Schlachtmenge um 2,4 Prozent zurückgegangen

Rinderhälften hängen am Haken im Schlachthaus

Die Anzahl gewerblich geschlachteter Rinder sank gegenüber dem Jahr 2017 um 3,1 Prozent auf 3,4 Mio. Tiere. Das entspricht einer Schlachtmenge von 1,1 Mio. t Rindfleisch im Jahr 2018. Das sind 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Besonders kräftig sind die Bullenschlachtungen gefallen. Sie gingen um fast 5 Prozent zurück. Da höhere Schlachtgewichte anfielen, ist die Rindfleischerzeugung indes nur um 4 Prozent gesunken. Trotz der Dürre im Sommer 2018 sind die Kuhschlachtungen um 1,3 Prozent gesunken-Daher war die Kuhfleischmenge mit 375.000 t knapp ein Prozent niedriger. 

Geflügelfleisch trotzt dem negativen Trend

Entgegen dem rückläufigen Trend bei den anderen Tierarten war die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch 2018 mit insgesamt 1,6 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent höher.

Es wurde 5,3 Prozent mehr Jungmasthühnerfleisch erzeugt. Auch die Erzeugung von Enten- (+2,3 %) und Truthuhnfleisch (+0,4 %) erhöhte sich.

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