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Schweinemarkt

Schweinefleisch: Müller Gruppe erhöht Regionalbonus

Mastschweine schauen durchs Gatter.
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Josef Koch, agrarheute
am
25.04.2018

Süddeutschen Schweinemästern zahlt Müllerfleisch ab Mai einen höheren Zuschlag. Ebenso will das Unternehmen künftig mehr Jungeber schlachten.

Mastschweine beim Verladen auf Transportfahrzeug

Die Müller Gruppe erhöht ab 2. Mai ihren Zuschlag für ihre Regionalprogramme bei Schweinefleisch.

„Mit einer weiteren Erhöhung der Zuschläge für unsere vertraglich gebundenen Mäster in den Programmen „Süddeutsches Schweinefleisch“ (SDS, GQ-Bayern und QZBW-Baden-Württemberg) um 0,01 Euro/kg Schlachtgewicht am Standort Ulm wollen wir nicht nur unser Regionalprofil schärfen, sondern auch einen weiteren Beitrag zur Sicherung der süddeutschen Ferkelerzeugung und Schweinemast leisten“, sagt Stefan Müller, Gesellschafter der Müller Gruppe.

Von dieser Maßnahme profitieren augenblicklich rund 1.500 süddeutsche Schweinemäster, welche mit den Unternehmen der Müller Gruppe, Müller Fleisch GmbH, Ulmer Fleisch GmbH und Süddeutsches Schweinefleischzentrum GmbH über ihre Vermarkter (Viehhandel, Erzeugergemeinschaften und Viehverwertungsgenossenschaften) feste Liefer- und Abnahmevereinbarungen getroffen haben.

Regionalität liegt nach wie vor im Trend

„Mit unserem klaren süddeutschen Profil haben wir nicht nur den Konsumtrend nach gesicherter regionaler Fleischherkunft bei unseren Kunden im Lebensmitteleinzelhandel und in der Verarbeitungsindustrie aufgenommen, sondern auch wichtige Märkte für unsere heimischen Schweineproduzenten gesichert!“, argumentiert Stefan Müller.

Kunden von Müllerfleisch würden sich im In- und Ausland zunehmend mit der eingetragenen Marke „Süddeutsches Schweinefleisch“ in ihren Fleischtheken positionieren, ergänzt der Geschäftsführer. 

Müller will mehr Jungeber schlachten

Da ab 1.Januar 2019 das Kastrationsverbot ohne Betäubung greift, sieht die Müller Gruppe nach wie vor in der Jungebermast einen Weg für die süddeutschen Schweinehalter. Das Schlachtunternehmen beabsichtigt, auch in den nächsten Monaten die Schlachtung von süddeutschen Jungebern weiter auszubauen.

Mit einer Preismaske unter Zuzahlung der vollen Regionalzuschläge auf Basis fester Liefer- und Abnahmevereinbarungen bietet Müller nach wie vor interessierten süddeutschen Schweinemästern die Möglichkeit, den Einstieg in diesen Produktionsweg abzuoschern.

 

Höhere Bonitierung angestrebt

„Die Bilanz unseres zum 1. Januar  2017 eingeführten „Müller Tiergesundheitsbonus Schwein“ fällt ebenfalls sehr positiv aus“, so Stefan Müller. „Wir haben uns daher entschieden, diesen Ansatz noch in 2018 weiter zu entwickeln und die Bonitierung zu erhöhen!

So kommen zwischenzeitlich über 75 Prozent der berechtigten Schweinepartien von den vertraglich gebundenen süddeutschen Mästern in den Genuss dieser Zuzahlung! Voraussetzung hierfür ist, dass mindestens 90 Prozent der Tiere eine Lieferpartie keine der im Programm definierten „relevanten Befunde“ aufweist.

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