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Agrarexport

Schweinefleisch: Philippinnen stoppen Import aus Deutschland

am Freitag, 05.07.2019 - 11:29

Die Philippinnen haben ab sofort den kompletten Import von Schweinefleisch aus Deutschland gestoppt. Grund war wohl eine fehlerhafte Lieferung. Das ist schlecht für die Schweinepreise.

Schweinehälften im Schlachthof

Das hat jetzt noch gefehlt. Die Philippinnen haben nach agrarheute-Informationen den Import von deutschem Schweinefleisch ab sofort gestoppt. Grund war ein fehlerhafte Fleischlieferung. So wurde bei Inspektionen festgestellt, dass 250 kg polnisches Schweinefleisch dabei war. Wie die britische Zeitschrift Pig World berichtet, handelte es sich um eine Lieferung der Exportfirma Pro Food GmbH, Recklinghausen. 

Laut dem philippinnischen Agrarministerium besteht aber für Polen wegen der dort grasierenden Afrikanischen Schweinepest ein Exportverbot.

Die Philippinnen sind nach China der drittwichtigste Abnehmer für deutsches Schweinefleisch auf dem Weltmarkt. Laut AMI haben deutsche Schlachtunternehmen von Januar bis April rund 30.600 t ausführen können. Das war eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent. 2018 hat Deutschland insgesamt rund 88.000 t in das asiatische Land exportiert.

 

Kommen Schweinepreise unter Druck?

Das Exportverbot der Philippinnen kann den Fleischmarkt weiter unter Druck setzen, Schon in den vergangenen Wochen klagten die Schlachthöfe über schleppenden Absatz. Somit könnten in der kommenden Woche die Schweinepreise unter Druck geraten, fürchten Marktbeteiligte.  

Die heutige ISN-Auktion handelte aber heute, am 5. Juli 2019 mit 1,92 Euro/kg stabile Preise. Alle 1.645 angebotenen Schweine wurden verkauft.

 

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