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Welthandel

Schweinefleisch: Profitieren Europäer von Chinas Zöllen?

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Josef Koch, agrarheute
am
05.04.2018

Im Handelsstreit zwischen China und USA verhängen die Chinesen auch auf US-Schweinefleisch Einfuhrzölle. Kann Europa davon gar profitieren?

Die Chinesen haben eine rasche Antwort auf die US-Zölle für Stahl- und Aluminiumprodukte aus China gefunden. Die Pekinger Regierung verhängt nun zusätzliche Einfuhrzölle von bis zu 25 Prozent, betroffen sind Agrarprodukte wie Wein, Früchte und auch Schweinefleisch. Sojabohnen stehen bisher noch nicht auf der chinesischen Strafliste.

Was die US-amerikanischen Exporteure besorgt, könnte dementsprechend zusätzliche Aufträge für die europäischen Fleischhändler bedeuten, berichtet die ISN. 

Allerdings dürfte der Importbedarf Chinas im laufenden Jahr weiter sinken, da die heimische Produktion aktuell ausgedehnt wird. Zuletzt waren die Schweinepreise in China auf ein Vier-Jahrestief gefallen. Zu bedenken ist auch, dass in Kürze Russland zum Schweinefleischexporteur aufsteigen könnte. So haben die Russen bei Schweinefleisch inwischen fast schon Selbstversorgung erreicht.

US-Schweinehalter fürchten Einbußen

Die Vereinigung der amerikanischen Schweinehalter (NPPC) warnt bereits vor den Folgen eines eskalierenden Handelsstreits für die ländlichen Regionen in den USA. Immerhin haben die USA im vergangenen Jahr Schweinefleisch für rund 1,1 Mrd. Dollar nach China verkauft, meldet die ISN.

 

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