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Schweinemarkt

Schweinefleisch: USA fluten Märkte

viele Ferkel im Stall
am
03.09.2019
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Im Export müssen deutsche Schweinefleischerzeuger vermehrt mit den USA konkurrieren. Dort wächst die Erzeugung kräftig.

US-Ferkel im Stall

Die Exporteure von deutschem Schweinefleisch müssen sich künftig im Export stärker mit US-Ware konkurrieren. Die Schweinehalter in den USA und Kanada haben im Sommer dieses Jahres so viele Tiere im Stall gehabt wie niemals zuvor.

Das macht sich auch an den Schweinepreisen bemerkbar. Mitte August kosteten nordamerikanische Schweine mit 1,34 Euro/kg SG rund 38 Cent weniger als EU-Tiere. Nur brasilianische Schweine waren laut EU-Kommission mit 1,21 Euro/kg noch günstiger. Nach einem kurzen Höhenflug der US-Schweinepreise aufgrund der hohen Importbedarfs Chinas in der ersten Jahreshälfte sind sie nun wieder deutlich eingebrochen.

Fast vier Prozent mehr US-Schweine

Laut Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) gab es zum Stichtag am 1. Juni 2019 in den Staaten und zum 1. Juli 2019 in Kanada zusammen 89,47 Mio. Schweine; das waren 2,65 Mio. Stück oder 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Zuwachs geht allerdings allein auf das Konto der US-Farmer, die ihre Herde um 2,65 Mio. Tiere oder 3,6 Prozent auf 75,52 Mio. Stück erweiterten. Bei ihren Berufskollegen im Nachbarland stagnierte dagegen der Bestand mit 13,95 Mio. Tieren.

Mit Material von AgE

Fünf Prozent mehr US-Schweinefleisch zu erwarten

Der für die weitere Produktionsentwicklung wichtige Zuchtschweinebestand wuchs in beiden Ländern zusammen nur unterdurchschnittlich um ein Prozent auf 7,64 Mio. Sauen. Auch hier waren wieder Differenzen festzustellen: Während die Schweinehalter in den USA ihre Sauenherde um rund 90.000 Stück oder 1,4 Prozent auf 6,41 Mio. Tiere aufstockten, ging in die Zahl der Muttertiere in Kanada dagegen um 17.000 Stück oder 1,4 Prozent auf 1,23 Mio. Sauen zurück.

Da aber von einer weiter steigenden Produktivität in der Ferkelproduktion auszugehen ist, dürfte die Schweinefleischerzeugung auf der anderen Seite des Atlantiks in diesem Jahr merklich zulegen. Für das eigene Land rechnet das USDA gegenüber 2018 mit einem Plus von fünf Prozent auf 12,53 Mio. t.

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