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Schweinemarkt

Schweinemarkt: Angebot und Nachfrage nähern sich immer mehr an

© agrarfoto.com
von , am
15.11.2017

Bis Ende November scheint der Schweinemarkt ausgeglichen. Die Mäster müssen daher noch warten, bis die Preise anziehen.

Da die Unternehmen auf Hochtouren Schweine schlachten, baut sich der Überhang immer mehr ab. Bis Ende November erwarteten die Marktbeteiligten daher, dass das Angebot wieder besser zur Nachfrage passt. Allerdings sollen die Schlachtgewichte relativ hoch sein.

Dennoch konnte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am 15. November ihre Empfehlung für die Woche bis 22. November erneut bei 1,45 Euro/kg belassen. Damit tendiert der Schweinepreis nun seit vier Wochen seitwärts.

Der Inlandsabsatz an Schweinefleisch ist gut, und auch die Exporte innerhalb der EU sind laut Industrie zufriedenstellend. Gefragt ist derzeit vor allem Fleisch für die Verarbeitungsindustrie.

Bei der jüngsten Auktion der Internet Schweinebörse am 14. November 2017 lag der  Durchschnittspreis mit 1,48 €/kg SG drei Cent über der VEZG-Empfehlung.

In den anderen wichtigen EU-Ländern sind die Schweinemärkte trotz eines reichlichen Angebotes ebenso ausgeglichen. Auch dort ist die Nachfrage deutlich besser. Nur in Spanien herrscht weiterhin aufgrund des hohen Angebotes an Schlachtschweinen Preisdruck, denn der Export nach China lahmt. Mit einem festeren Eurokurs dürfte die Exportchancen in den nächsten Wochen eher schlechter werden.

Angebot geht zurück

Die Vermarktungsmenge der VEZG in der laufenden Woche betrug mit 218.800 Tiere nur 95 Prozent der Vorjahreswoche.

Die Schweineschlachtungen waren in der Woche bis 10. November wieder leicht über 1 Mio. Stück (exakt 1,042 Mio.) gestiegen. Das waren aber 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit Jahresanfang wurden rund 43,7 Mio. Schweine geschlachtet, was 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr war.

Mit Material von VEZG

Sauenpreise fallen auch deutlich

Das Angebot an Schlachtsauen hat zuletzt wieder zugenommen. Doch die Nachfrage auch.

Die VEZG empfiehlt daher bis 22. November mit 1,03 Euro/kg SG erneut unveränderte Preise. In der Woche bis 12. November haben die meldepflichtigen Betriebe 19.135 Sauen (M) zur Schlachtung gezählt. Das waren fast 24 Prozent mehr als vor 1 Woche.

Die amtliche Preisfeststellung für den Bundesschnitt für die Kalenderwoche bis 12. November 2017 lag mit 1,11 Euro/kg SG frei Schlachthof 1 Cent niedriger als in der Vorwoche.

Dinge, die nur Landwirte verstehen

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