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Schweinemarkt

Schweinemarkt: Chancen auf bessere Preise

am Dienstag, 06.02.2018 - 14:40 (Jetzt kommentieren)

Trotz weniger Schlachttage aufgrund der Osterfeiertage zeigt sich der Schlachtschweinemarkt sehr stabil. Die Nachfrage der Schlachtunternehmen nimmt sogar zu.

Trotz fehlender Schlachttage wegen der Osterfeiertage kommt es am Schweinemarkt zu keinen Überhängen. Bis Mitte April könnten die Schweine sogar noch knapper werden, da die Schlachtunternehmen wieder zügiger Tiere kaufen wollen. Zudem haben Schweinehalter mit den Frühjahrsabreiten auf den Feldern zu tun und weniger Zeit Tiere zu vermarkten.   

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat am 4. April ihre Empfehlung für die Woche bis 11. April bei 1,45 Euro/kg stabil gelassen.

Nach Ostern könnte mit den wärmeren Temperaturen die Nachfrage nach Nacken und Grillartikel anziehen. Auch die bald anlaufende Spargelsaison könnte für einen Nachfrageschub sorgen.

In Belgien herrscht derzeit noch ein leichter Überhang an Schweinen, der aber in den nächsten Tagen abgebaut sein sollte.

Auch in Frankreich wird mit einer lebhafteren Nachfrage nach Schweinefleisch erwartet. Die Spanier hoffen auf einen besseren Exportabsatz, nachdem China für US-Schweinefleisch Strafzölle erhebt. Spannend wird, wie die US-Farmer mit den wachsenen Schweinebeständen klarkommen und wie stark dort der Preisdruck werden könnten.

Für 2018 ist aber mit einem höheren EU-Schweineangebot zu rechnen. Die Bestände gehen EU-weit nach oben. Nur in Deutschland rechnet das Thünen-Institut mit einem Rückgang der Schweineerzeugung.

Weiterhin niedrige Schlachtzahlen

Die Vermarktungsmenge der VEZG in der laufenden Woche betrug mit 230.700 Tieren exakt 100 Prozent der Vorjahreswoche. Gegenüber der Vorwoche war die vermarktete Menge um 28.000 Tiere deutlich höher.

Die wöchentlichen Schweineschlachtungen betrugen in der Woche bis 1. April 2018 mit knapp 860.000 Tieren gut 140.000 Stück mehr als in der Vorwoche 11 Prozent weniger als in der Vorjahreswoche.

In den ersten 13f Wochen beliefen sich die Schweineschlachtungen auf knapp 12,7 Mio. Stück, was 0,7 Prozent weniger waren als 2017. Damit hat sich der Rückstand leicht vergrößert.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2017 insgesamt 57,86 Mio. Schweine geschlachtet, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr, davon stammten 54 Mio. Tiere aus Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr waren dies 1,3 Prozent oder 690.000 Tiere weniger. Die Erzeugung von Schweinefleisch ging um 2,3 Prozent auf 5,45 Mio. t zurück.

Sauenpreise bleiben bis Mitte April stabil

Obwohl die Sauenschlachtungen gesunken ist, ändert sich vorerst nichts an den Preisen.

Die VEZG empfiehlt für Sauen bis 11. April unverändert 1,01 Euro/kg SG. In der Woche bis 5. April haben die meldepflichtigen Betriebe 16.859 Sauen (M) zur Schlachtung gezählt. Das waren über 3 Prozent weniger als vor einer Woche.

Die amtliche Preisfeststellung für den Bundesdurchschnitt für die Kalenderwoche bis 5. April 2018 lag mit 1,10 Euro/kg SG frei Schlachthof einen Crent niedriger als in der Vorwoche.

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