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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreis stürzt ab – Hauspreise zeigen Wirkung

am Mittwoch, 16.06.2021 - 15:55 (Jetzt kommentieren)

Die Hauspreise einiger großer Schlachter sorgen am Schweinemarkt für heftigen Preisdruck.

schweinepreise.

Dabei ist das Angebot an lebenden Schweinen eher klein. Doch der Druck entsteht offenbar am Fleischmarkt – wo die Preise zuletzt ebenfalls deutlich nachgegeben haben. Nun wollen die Schlachter ihre Margen aufbessern oder zumindest halten.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) reagiert auf den Druck der roten Seite mit einem dramatischen Preisabschlag von 9 Cent. Seitens der VEZG heißt es: „Trotz nicht zu umfangreich ausfallender Angebotsmengen erzwingen maßgebliche Schlachtunternehmen deutliche Preisrückgänge.“

Diese Entwicklung hatte sich bereits bei der gestrigen Internetauktion der ISN angedeutet, allerdings lange nicht so drastisch, wie die Korrektur dann heute wirklich stattgefunden hat. Der Auktionspreis der ISN lag gestern bei 1,60 Euro je kg Schlachtgewicht. Das waren 3 Cent weniger als bei der Notierung am Freitag davor. Allerdings hatte nicht einmal die Hälfte der auf der Auktion angebotenen Schweine einen Abnehmer gefunden.

Schweinepreise fallen um 9 Cent auf 1,48 Euro

Für den Zeitraum vom 17. bis 23. Juni meldete die VEZG einen Schweinepreis von 1,48 Euro je Indexpunkt.

Zur vorigen Notierung sind die Preise damit um 9 Cent gefallen. Die Preisspanne lag zwischen 1,48 und 1,50 Euro und zeigt damit eine relativ einheitliche Einschätzung der Marktlage durch die Erzeugergemeinschaften.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war indessen ähnlich klein wie in der Vorwoche und wird mit 209.500 angegeben. Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,1 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls keine Veränderung.

Ferkelpreise dürften bald nachgeben

Angebot und Nachfrage standen sich am deutschen Ferkelmarkt zuletzt ausgeglichen gegenüber. In der laufenden 24. Kalenderwoche konnte deshalb mit unveränderten Ferkelpreisen gerechnet werden, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 14. bis 20. Juni mit 53 Euro je Stück angegeben. Das war zur Vorwoche ein unveränderter Preis.

Angesichts des Preissturzes bei Schweinen dürften die Ferkelpreise dieses Niveau jedoch nicht halten können.

Schlachtsauen: Preise brechen ebenfalls ein

Am Markt für Schlachtsauen sorgt der Druck der Schlachtunternehmen ebenfalls für deutliche Preisrückgänge, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 21. bis 28. Juni wurde der Preis mit 1,05 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor wurde der Durchschnittspreis damit um 6 Cent nach unten korrigiert.

Die Preisspanne liegt zwischen 1,04 Euro und 1,06 Euro.

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