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Schweinemarkt

Schweinepreis: VEZG weist Zuschläge für mehr Tierwohl aus

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Josef Koch, agrarheute
am
11.03.2019

Ab April wird die VEZG ihre Preisempfehlung für Schweine um Zuschläge für höhere Tierwohlstufen ergänzen.

Ferkel und Sau im Stroh

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh- und Fleisch (VEZG) will künftig Aufschläge für die höheren Haltungsanforderungen des Tierwohllabels im Lebensmittelhandel veröffentlichen. Sie sollen als Grundlage für Lieferverträge der VEZG-Mitglieder empfohlen werden, teilt die Vereinigung mit. Die Zuschläge zur Wochennotierung sind für die Stufen 2 bis 4 geplant.

Vor allem im Hinblick auf die Umsetzung der Stufen 3 und 4 sind erhebliche bauliche Investitionen zu tätigen. Darüber hinaus droht die Initiative des LEH an den bestehenden Zielkonflikten im Bau-, Umwelt- und Tierschutzrecht zu scheitern.

Zum Beispiel behindere die Novelle des Baugesetzbuchs aus dem Jahr 2013 derzeit massiv den Umbau der Ställe zu mehr Tierwohl. Die Mitglieder der Vereinigung benötigen Planungssicherheit und Verlässlichkeit der Marktpartner bis zum Endabnehmer. Tierwohl muss sich für alle Beteiligten an der Produktionsstufe rechnen.

Höhere Aufwendungen für Stufen 2 bis 4

Stufen Tierwohllabel

Schweinehalter haben sich stets marktkonform gezeigt, wenn Handel und Verbraucher klare Signale in den Markt gesendet haben. Die Haltungsanforderungen der Stufen 2 bis 4 seien mit erheblichen finanziellen Mehraufwendungen für die Erzeugerstufe verbunden, so Matthias Frieß, Vorstand der VEZG in Oldenburg weiter. Diese müssen angemessen bezahlt werden.

Er fordert bei der Vergütung einen Wechsel, hin zu einem Faktormodell. Dabei werden die Kosten der jeweiligen Tierwohlmaßnahmen, im Auftrag der VEZG, von renommierten Betriebswirtschaftlern aus dem Agrarbereich ermittelt. Multipliziert mit dem Faktor ergibt sich die Vergütung für den Produzenten als Aufschlag auf die geltende Wochennotierung.

VEZG begrüßt Tierwohllabel

Zum 1. April 2019 kennzeichnet der Lebensmittelhandel die Haltungsform von Fleischerzeugrnissen einheitlich. Primäres Ziel ist mit der Hilfe des 4-stufigen Tierwohllabels den Verbraucher über die Haltungsformen der Tierhaltung aufzuklären und ihn in die Verantwortung beim Einkauf einzubeziehen.

Die VEZG begrüßt diese Initiative ausdrücklich, so Matthias Frieß. In Marktumfragen geben sich die deutschen Konsumenten gerne als Tierschützer. Doch entscheidend sei, dass der Verbraucher ein Plus beim Tierwohl an der Ladentheke mit einem höheren Preis honoriere. Hier sei mehr Ehrlichkeit im Umgang zwischen Nutztierhaltern und Verbrauchern erforderlich.

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